Typisch für eBay
Wenn man ältere Geräte sein Eigen nennt, tut man gut daran, beizeiten für Ersatz zu sorgen, damit man im Falle eines Falles das Gerät selber wieder reparieren kann. In diesem Fall wurde vor längerer Zeit mein Telefunken S600 Plattenspieler (neudeutsch: Turntable) reanimiert. Als Ersatz hatte ich einen Telefunken bei eBay ins Auge gefasst und konnte das Gerät auch ersteigern. Die Zahlung erfolgte prompt.
Was dann nach etwa einer Wocher hier per DHL Paket eintrudelte, hat mit der Beschreibung nicht mehr viel zu tun. Der schwere Metallteller war völlig unzureichend gesichert und flog munter in der Verpackung herum. Auch Transportsicherungen am Plattenspieler selber waren nicht eingesetzt (warum auch?) und das Headshell mit Klebestreifen beklebt (gesichert nannte der Verkäufer das). Über die Qualität der »aufgewerteten« Anschlusskabel braucht man auch kein Wort zu verlieren. Ob der defekte Tonarm (am hinteren Gewicht abgebrochen) nun vom Transport herrührt oder bereits vorhanden war, lässt sich nicht klären. Theoretisch lässt es sich für ein unscharfes Foto so ansetzen, dass ein Schaden nicht erkennbar ist.
Die Verpackung bestand aus einem sehr dünnen Styroporplättchen und Luftpolsterfolie die schon einmal bessere Tage (bzw. mehr Luftpolster) gesehen hatte. Als Umverpackung diente ein TFT-Karton. Hätte man die DHL Verpackungshinweise gelesen, hätte man sich denken können, dass das alles nicht ausreichend war/ist.
Kurz und gut: Es gab eine Negativbewertung mit der Folge (typisch eBay-er) einer Rachbewertung und einer faustdicken Lüge bezüglich Preis Nachverhandlung (davon war nie die Rede).
Fotoserie
Voll auf die 12
Auch wenn man morgens noch nicht ganz wach ist, sollte man wissen, dass eine 12AX7 keine ECC82 ist, denn, wie jeder weiss, ist die ECC82 auch bekannt unter der Bezeichnung 12AU7. Und so schlich sich halt dieser Fehler durch den gesamten Diskussionsthread, bis jemand den Holzhammer herausholte dabei nachhaltig und deutlich für Aufklärung sorgte.
Vergesslich!
Klasse! Die Röhren glühen. Der Verstärker brummt nicht. Rauscht auch nicht. Absolute Stille.
Das gilt allerdings auch für das NF-Signal welches partout nicht zu hören ist.
Wo mag nur der Fehler sein?
Logikresistenz
Nanu? Hört sich irgendwie komisch an. Und laut ist es auch nicht. Röhre defekt?
Ist man irgendwie müde, abgespannt und mit akut plötzlicher Blindheit einhergehend mit Logikresistenz geschlagen, dann löten sich Kondensatoren natürlich an falscher Stelle an.
Blöder Lötkolben.
Uups!
Bei der Auflösung einer grossen Röhrensammlung, kann man schon einmal mächtig ins trudeln kommen. Da wird schon einmal aus einer Gleichrichterröhre eine Triode und aus einer Triode kurzerhand eine Diode. Den dicken Schnitzer wie man - hoppla-hopp - aus einer Triode eine Pentode macht, konnte ich gerade noch rechtzeitig korrigieren.
Mit Brille oder Pro-Vitamin A wäre das nicht passiert!
Die Augen lassen im Alter nach. Bei der Reparatur eines Röhrenverstärker verwechselte ich Dioden und setzte vollkommen falsche Typen ein. Das klangliche Resultat war dementsprechend. Und von Leistung wollen wir gar nicht reden. Zwei Tage Fehlersuche und Gott und die Welt verrückt gemacht - bis es mir einfiel: »Momentmal, hast du vielleicht die falschen Dioden eingesetzt?«
Es waren die falschen Dioden. Nachdem die richtige Leistungsklasse eingelötet waren, funktionierte auch der Verstärker. Nur - warum haben die falschen Dioden denn nicht gequalmt? Immer dasselbe: wenn es qualmen soll, tut es das nicht.
Richtig zählen will gelernt sein!
Wenn das Steuergitter laut Röhren-Datenblatt auf Stift 2 liegt, dann sollte man das auch tatsächlich so beschalten und nicht die Anodenspannung darauf legen.
Es flog was in die Luft…
Warum mir der Metallkörper eines Dale-Widerstandes um die Ohren und dann an die Kellerdecke flog, wo es einen kleinen Krater hinterliess, weiss ich bis heute nicht. Dafür sorgte das Erlebnis für nachhaltige Eindrücke.
//-fh-
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