Sternpunktmasse in der Röhrentechnik, Masseschleife beim Verstärker, Masse beim Vorverstärker richtig und ohne Brumm anlegen - Brumm im Röhrenverstärker, Wenn es brummt und zirpt, das Klangerlebnis verdirbt …
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20.08.2008. - 18:33

Brumm im Röhrenverstärker


Wenn es brummt und zirpt, das Klangerlebnis verdirbt …

15.07.2007


Nichts nervt mehr als ein HiFi- oder HighEnd-Röhrenverstärker, der munter vor sich hinbrummt und einem das Klangerlebnis vergällt. Der Wunsch, diesen Brumm irgendwie beizukommen und ihn unhörbar zu machen oder ihn gar zu eliminieren ist daher verständlich. Nicht nur in meinen Büchern habe ich Tipss und Tricks genannt, diesen Brumm erst gar nicht entstehen zu lassen, auch auf diesen Seiten findet sich der eine oder andere Hinweis.

Doch der »Brumm« (oder was man dafür hält) ist äusserst artenreich und zudem flexibel. Ein Patentrezept was den Brumm eliminiert, gibt es daher nicht!


Brummursache Nummer Eins ist die klassische Masseschleife: die Kopplung zweier geerdeter Geräte, z.B. Röhrenverstärker und Tuner mit Kabelanschluss bzw. terristischer Dachantenne, Röhrenendstufe und Röhrenvorverstärker oder Röhrenverstärker und Computer.

Die Ursache hierfür ist nicht die Erdung an sich, sondern die zwangsläufig vorhandenen unterschiedlichen Kabelwiderstände. Wären diese idealerweise 0Ω, gäbs auch keine Probleme. Wenige unterschiedliche mΩ reichen jedoch aus, um unterschiedliches Erdpotential entstehen zu lassen. Auch der unterschiedliche Erdungspunkt bzw. Erdungsanschluss, wie er z.B. bei Antennenanlagen vorkommt, spielt für das Brumm eine Rolle, genauso wie ein unterschiedlich hoher Strombedarf der Geräte.

An den Schutzkontakten entsteht so eine Spannungsdifferenz die natürlich ausgeglichen werden will. Dieser Ausgleichstrom fliesst über den Abschirmungsleiter (Masseleiter) der NF-Verbindung (»Cinch-Kabel«).

Masseschleife bei Röhrenverstärker / Röhrenvorverstärker
externe Masseschleife zweier Geräte

Wie ich schon mehrfach hingewiesen habe, hat die Schaltungsmasse von Röhrenverstärkern nichts mit dem Erdungsanschluss (bzw. Schutzleiter) zu schaffen, das Metallgehäuse hingegen muss natürlich direkt am Schutzleiter (Erdung) verbunden sein muss! Man kann diese Masseschleife mit allerlei teueren Krimskrams beseitigen oder aber (falls man einen Lötkolben besitzt und etwas Ahnung hat) 20 Cent in einen Widerstand investieren und die Schaltungsmasse des Röhrenverstärkers über einen 100Ω-Widerstand mit dem Schutzleiter verbinden. Um etwaiges HF (Hochfrequenz) sicher abzuleiten, kann dem Widerstand noch ein Kondensator parallel geschaltet werden (Hochvoltkeramik 2,2nF reicht).

Prinzipiell der gleiche Fehler tritt bei der sog. internen Masseschleife auf und wird vornehmlich von Bastlern »fabriziert« wobei Anfänger diesbezüglich nicht priviligiert sind: die Bauelemente (Widerstände, Kondensatoren) werden an unterschiedlichen Massestellen verbunden oder die Verbindung von Cinch-Buchse (RCA) zur ersten Verstärkerstufe wird über ein beidseitig auf Masse gelegtes NF-Kabel hergestellt.

Sternpunktmasse, zentrale Masse oder Masseschiene? Die Legenden und Diskussionen um den richtigen Massepunkt sind Legion und werden häufig genug als Brummursache angegeben. Dann gibt es in diesem Zusammenhang noch die Frage, wo und wie all' die Masseleitungen verbunden werden sollen. Ebenso in der Hitliste vertreten ist die Aussage, dass dies am niederohmigsten Punkt zu erfolgen hat. Je nach Mondstand erhält man dann auch hier unterschiedliche Angaben.

All' das muss ich mir nicht mehr freiwillig antun und verweise auf meine Verdrahtungshinweise.



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Letzte Aktualisierung am 27.07.2008 - 09:39
 
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