Röhrentechnik, Röhre, Röhrenschaltung - Röhrenheizung, Gleichspannung vs. Wechselspannung ECC81, ECC82, ECC83, GZ34 EL34, KT88, 6550, 6L6GC, 5881
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01.12.2008. - 17:10

Röhrenheizung


Gleichspannung vs. Wechselspannung

17.02.2006


Kommen wir zur Wechselspannung

Diese ist, wie in der Einleitung gesagt, von vorne herein böse. Noch böser ist sie in HighEnd Single-Ended Röhrenverstärkern der fünftausend Euro Klasse (pro Monoblock versteht sich).

Alles Bullshit.
Es kommt darauf an. In meinem 845 Single-Ended Verstärker wollte ich auch japanisch bauen und bestückte den Heizkreis der 845 mit Gleichrichter und dickem Elko. Ergebnis: Brumm. Auch eine diskrete Spannungsstabilisierung brachte nur eins: Brumm. Mit reiner Wechselspannung dagegen war der Verstärker auf Anhieb ruhig. Erst viel später kam ich auch den Trichter, das es doch an die Schaltungsart (besonders die des Netzteils) gelegen haben könnte. Auch mein EL156-Eintakter funktioniert ganz gut mit Wechselspannung beheizten Röhren. Auch an 95dB-Lautsprecher hört man, ausser Musik, nichts.

Allerdings - jetzt muss ich doch etwas zurückrudern: in meiner Röhrenvorstufe arbeiten die ECC81, ECC82, ECC83 und PCC88 bzw. PCC85 Röhren mit Gleichspannung. Aber das, wie zuvor beschrieben, äusserst pragmatisch: Gleichrichter und viel µF.

Also, Wechselspannung ist nicht per se böse und es kommt wirklich auf die Schaltungsart an. Hier einige Tipps:

  • Heizungszuleitungen werden grundsätzlich verdrillt.
    Dadurch heben sich die Wechselspannungsfelder der einzelnen Adern auf.
  • So dicht wie möglich ans Chassis verlegen.
    Wenn das Chassis aus Holz besteht, dann kann eine metallene und geerdete Ummantelung (z.B. Kupferfolie) Wunder wirken.
  • Weit weg von NF-führenden Leitungen, Bauteilen oder Verbindungen.
    Aber bitte nicht übertreiben!
  • Heizung mit zwei möglichst exakten 100 Ω-Widerständen symmetrieren.
    Der beste Ort ist der Sekundäranschluss des Trafos. Den Mittelpunkt legt man dann auf Masse.
  • Auf ausreichend grossen Kabel-Querschnitt achten.
    Eine 6AS7G mit Klingeldraht zu verdrahten ist wirklich keine gute Idee.

Damit hat man eigentlich alles getan, um der Wechselspannung die »Gefährlichkeit« zu nehmen. Wenn es jetzt noch brummt, dann mit Sicherheit nicht aufgrund der Röhrenheizung (allein). Alles andere ist - und das ist meine Meinung - Voodoo-Getöse.





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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:44
 
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