Röhrentechnik, Röhre, Überheizen Unterheizen, Röhrenschaltung - Röhrenheizung, Darf es auch etwas mehr sein? Über- oder Unterheizen; E- und P-Röhren ECC81, ECC82, ECC83, GZ34 EL34, KT88, 6550, 6L6GC, 5881 Konstantstromquelle
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01.12.2008. - 17:04

Röhrenheizung


Darf es auch etwas mehr sein? Über- oder Unterheizen; E- und P-Röhren

17.02.2006


Überheizen oder Unterheizen?

Machen wir uns nichts vor: eine Röhre arbeitet nur dann richtig, wenn sie richtig beheizt wird. Wenn eine Röhre bei 6,3V nach 1A Stromstärke verlangt, dann ist das so und nicht anders. Erst dann arbeitet sie, so wie sie arbeiten soll.

Es kann allerdings auch aus klanglichen Gründen sinnvoll sein, etwas mehr oder weniger Heiz-Saft auf die Röhren zu geben. Und mit Etwas ist tatsächlich auch nur Etwas gemeint. Aus 6,3V kann man durchaus einmal 6,0V oder 5,8V versuchen oder, wenn es etwas mehr sein darf: 6,5V oder 6,8V.

Klar, die Röhren leiden. Sowohl bei Unterheizung als auch bei Überheizung. Grund hierfür ist ja die Kathode, die nur dann richtig emmitiert (und damit der Anode ihre Elektronen entgegen schleudert), wenn sie ihre richtige Betriebstemperatur hat. Ein paar Grad mehr oder weniger verkürzt die Lebendauer der Röhre.

Was tut man aber nicht alles, für einen guten Klang. Und so gab und gibt es auch diverse Diskussionen die eine Gleichspannungs- oder Wechselspannungsheizung in direktem Bezug mit Unter- oder Überheizung bringen. Kurz gesagt geht es in diesen Diskussionen darum, dass die Kathode bei Gleichspannungsheizung ungleichmässig aufgeheizt wird. Threads hierzu (leider nicht ganz vollständig) gab es schon im Jahre 2000: Röhrenheizung Teil 1 und Röhrenheizung Teil 2.

Röhrenheizung mit Festspannungsregler
Beispiel: Heizung mit Festspannungsregler 7805

Der Spannungsabfall an den Dioden beträgt etwa 1,2V. Da der Masseanschluss des Spannungsreglers um eben diesen Wert höher gelegt ist, ergibt sich auch eine höhere, stabilisierte, Ausgangsspannung - in diesem Fall etwa 6,2V - was sich noch weit innerhalb der Toleranzangaben der Hersteller bewegt.

Bis jetzt sind eigentlich nur »normale« Röhren bzw. Endröhren betrachtet worden. Wie sieht es nun mit P-Röhren aus?

Nun, P-Röhren werden, im Gegensatz zu E-Röhren (ECC81, ECC82, ECC85, EL34 oder auch KT88), nicht spannungsmässig beheizt, sondern strommässig. Sie wurden ursprünglich in Fernsehgeräte eingesetzt, wo die Heizfäden (bzw. die Heizungsanschlüsse) seriell beschaltet wurden. Wenn man also nicht gerade einen kompletten Röhren-Vorverstärker oder eine Röhren-Endstufe mit P-Röhren realisiert sondern die P-Röhren nur vereinzelt einsetzt, empfiehlt sich eine Konstantstromquelle zur korrekten Beheizung:

Konstantstromquelle für P-Röhren
Beispiel: Konstantstromquelle aus "Röhrenschaltungen"

Der angenehme Nebeneffekt hierbei ist, dass man hier mit relativ einfachen Mitteln auch eine Gleichstromheizung realisiert, die die P-Röhren dankbar aufnehmen und wesentlich problemloser handzuhaben ist, als eine Gleichspannungsheizung bei den E-Röhren.





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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:45
 
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