Röhrentechnik, Röhren, Spannung - Strom - Safty first, Sicheres Basteln mit Röhren - Umgang mit Hochspannung
Seiten: 1 2
20.08.2008. - 18:33

Safty first


Sicheres Basteln mit Röhren - Umgang mit Hochspannung

08.02.2007


Man kann es einfach nicht oft genug wiederholen: Sicherheit geht vor!

Jedes elektrische Gerät sollte so gesichert sein, dass auch ein Elektronik-DAU (DAU = Dümmster Anzunehmender User) das Gerät sicher bedienen kann, ohne das er Bekanntschaft mit der Elektronenwanderung macht.

Denn wenn andere Personen im Haushalt sich partout weigern, den Röhrenverstärker einzuschalten, weil ihnen in der Nähe des eingeschalteten Verstärkers die Haare zu Berge stehen, dann sollte das schon nachdenklich stimmen.

Das schönste Metallchassis nützt nichts, wenn es nicht geerdet ist. Etwaige Fehlerströme können dann nicht mehr abgeleitet werden und warten dann nur noch darauf, bis Irgendjemand das Chassis berührt. Unter Umständen war es das letztemal, das dieser Jemand etwas berührt hat. Erdung ist also Pflicht.

Der Ausspruch »der Geiz wird dich noch umbringen«, bekommt eine reale Bedeutung, wenn man auf so sinnvolle Sachen wie Schmelzsicherungen und isoliertes Kabelmaterial verzichtet. Aus Kostengründen verwendet man ja auch gerne irgendwelches Kabelmaterial, welches man in der Werkstatt findet. Dagegen ist eigentlich nichts zu sagen, wenn das Kabel isoliert wäre. Häufig ist das eben nicht der Fall und so setzt man ein kurzes Stück blanken Draht ein. Solange dieser Draht gegen Masse läuft ist daran nichts auszusetzen. Katastrophale Folgen können aber passieren, wenn durch diesen blanken Draht die Versorgungspannung von einigen hundert Volt führt. Auch bei Schmelzsicherungen wird gespart. Ein Cent-Artikel der nicht nur das eigene Leben geschützt hätte, sondern auch das teuere Bauteile von einigen zig-Euro. Es soll allerdings auch Kanditaten geben, die die Schmelzsicherung mit Staniolstreifen überbrücken nach dem Motto: »wenn das schmilzt, DANN ist etwas faul«.

Die Sammler- und Bastlerleidenschaft in allen Ehren. Bei direkt netzgekoppelten Geräten ist ein Trenntrafo Pflicht, sonst könnte die Freude über die Neuerwerbung nicht lange andauern, denn das Chassis liegt meist auf Netzpotenzial.

Ich weiss, einige halten sich für hinreichend abgebrüht und bezeichnen sich als »Könner«. Ich weiss aber auch von einigen »Könnern« die einen schweren Stromunfall hatten. Es ist ja leider so, dass man erst durch Schaden klug wird. Und derjenige, der eine »satte Ladung« abbekommen hat, prahlt nicht (mehr). Ich für meinen Teil kann auf solche kribbeligen Momente gerne verzichten.

Übrigens: die Bekanntschaft der kribbeligen Art muss immer wieder zur Legendenbildung herhalten. Wer sich nach einer solchen Prahlerei einmal schlau macht, wird dies ganz schnell als Fake enttarnen. Wenn also demnächst wieder einer behauptet: »Hey, ich habe einen gewischt bekommen. Waren fast 500V auf der Leitung und ich hing fast 2 Minuten dran, bis der FI herausflog...«, dann schickt ihm zu einem Praktikum ins Krankenhaus.

Ich will damit nicht die Bastelei verteufeln, aber wenn man zum basteln in den (feuchten) Keller gehen muss, dann sollten dicke Gummisohlen an den Schuhen dafür sorgen, dass man a) warme Füsse behält und b) auf einigermassen isoliertem Grund steht. Mit ein bisschen Vorsorge und den Sicherheitsgedanken im Hinterkopf macht das Basteln gleich doppelt so viel Spass. Vielleicht denkt man ja auch einmal über einen eigenen abgesicherten Stromkreis nach…







Weiter …





Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:42
 
Who's Online
Besucher online für Röhrenverstärker Es sind 9 Gäste online
Werbung