Verdrahtung bei Röhrenverstärker, Tipps & Tricks zum Aufbau und Vermeidung von Brummschleifen Platine für Röhrenverstärker
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20.08.2008. - 18:49

Verdrahtung bei Röhrenverstärker


Tipps & Tricks zum Aufbau und Vermeidung von Brummschleifen

17.02.2007


Röhrenverstärker-Verdrahtung - Brummschleifen (Brumm) im Röhrenverstärker

Wenn man schon mit Röhren einen Verstärker baut, dann sollte es auch nach guter alter Väter Sitte geschehen: nämlich Freiverdrahtet. Wenn man es richtig macht und sich Zeit lässt ist es gar nicht so schwer wie es auf den ersten Blick aussieht. OK, seien wir ehrlich: es ist ein bisschen langwieriger und man muss schon etwas überlegen wo was angeschlossen wird, aber das ist allemal besser, als das stumpfsinnige Bestücken von Platinen. Der Lohn der Mühe sind ein paar faustdicke Vorteile:

  • bestmöglicher Störabstand
  • Übersichtlichkeit
  • Wartungsfreundlich
  • in jeder Hinsicht gestalterische Freiheit
  • man spart sich die Platine
  • Ach ja, dieser Artikel ist nach Tipps und Hinweisen von Lesern stark erweitert worden. Er beleuchtet nicht nur das Für und Wider verschiedener Aufbaumethoden, sondern behandelt nun auch ausführlicher die Erdungsproblematik und die Sache mit der Steckerdreherei.

    Platine? Ja, aber…

    Es ist ein Irrtum, wenn man glaubt, mal eben so eine Platine ätzen zu können. Es ist nämlich nicht Jacke wie Hose, wie die Leiterbahnen geführt bzw. hergestellt werden. Es reicht schon eine falsche Masseführung, um aus einem NF-Verstärker einen Oszillator zu machen (das ist übrigens leichter als man denkt). Gute Platinen sind das Ergebnis langwieriger Experimente und bis eine Platine wirklich den Anforderungen genügt, sind mit Sicherheit einige hundert Euro in den Sand gesetzt worden. Das fängt schon mit der Kupferbeschichtung an: für Röhrenverstärker sollte eine Auflage von 70µm Mindestanforderung sein (preiswertere Platinen weisen gerade einmal 35µm auf). Da der echte DIY-HighEnder aber auch gleichzeitig ein Sparbrötchen ist und lieber in hochwertige Bauteile investiert, lässt er die Finger von Platinen und baut freiverdrahtet (nirgendwo passieren so viele Fehler als beim Erstellen eines Platinenlayouts - da hilt auch kein Eagle oder Target). Zumindest bei Röhrenverstärker. Die Schaltung entspricht dann zwar nicht mehr dem Schönheitsideal der Platinengeneration aber man lebt in der Gewissheit, dass sich nicht unzulässig ein Elektron in Signalleitungen verirrt.

    Platine und Single-Ended (300B, 845, 6550 …) Verstärker geht schon mal gar nicht. Von diesem Gedankenspiel darf man sich getrost sofort verabschieden. Der Aufbau ist erstens so simpel, dass eine Platine nicht wirklich lohnt und zweitens werden in einer richtigen Single-Ended Schaltung einige Widerstände heiss (das ist vollkommen normal) bzw. können aufgrund ihrer mechanischen Anforderung gar nicht auf eine Platine untergebracht werden.

    Wenn es aber unbedingt Platine (noch dazu selbst geätzt) sein soll kann man sich z.B. an Audio Note orientieren: auf eine mittelstarke, einfache Pertinaxplatte (wahlweise auch simples Speerholz) werden die Bauteile positioniert und unten quasi freiverdrahtet. Auf dieser Platine finden sich lediglich einige Lötstützpunkte, damit die Bauteile auch sicher halten. Sieht seltsam aus, funktioniert aber recht gut.

    Platine für Röhrenverstärker

    Audio Note Kit Platine







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    Letzte Aktualisierung am 14.06.2008 - 16:23
     
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