Röhrentechnik, Single-Ended, Push-Pull, Röhrenschaltung - Betriebsarten Verstärker, HiFi & HighEnd-Röhrenverstärker in Class-A, Class-B, Class-AB
20.08.2008. - 18:44

Betriebsarten Verstärker


HiFi & HighEnd-Röhrenverstärker in Class-A, Class-B, Class-AB

17.02.2006


Betriebsarten Röhrenverstärker Push-Pull

Für HiFi und HighEnd ist die B-Betriebsart aufgrund der hohen Übernahmeverzerrungen also nicht zu gebrauchen. Der A-Betrieb hat ausser einen guten Klang nichts in die Waagschale zu werfen. Wenn man nun sowohl die Leistung eines Class-B Verstärkers mit den klanglichen Vorzügen von Class-A kombiniert, erhalten wir einen Class-AB Verstärker.

In der Class-AB Variante werden die Vorteile der jeweiligen Betriebsarten vereint. Hier wird die Arbeitspunkteinstellung so gewählt, dass immer ein gewisser Ruhestrom fliesst (A-Betrieb) und bei steigender Aussteuerung ein konti- nuierlicher Übergang in B-Betrieb erfolgt. Der Ruhestrom wird dabei so eingestellt, dass bei maximaler Leistung kaum noch Übernameverzerrungen mess- und hörbar werden.

AB-Endstufen benötigen umso mehr Strom, je grösser die abzugebende Leistung ist. Dadurch sinkt proportional die Betriebsspannung wodurch wiederum der Verstärkungsfaktor etwas herabgesetzt wird. Es ergibt sich so vor Beginn der Übersteuerung ein leichter Kompressionseffekt, d.h. die Ausgangsspannung steigt nicht proportional zur Eingangsspannung. Besonders deutlich wird dies bei Netzteilen mit Röhrengleichrichtern (für die Endröhren).

Als »AB-Erweiterung« hat sich die Ultalinear-Betriebsart etabliert und wird von vielen fälschlicherweise auch als D-Betrieb bezeichnet.

Mit Ultralinear-AB wird neben der AB-Betriebsart auch die Form der Mitkopplung des Schirmgitters bei Pentoden bezeichnet. Hier versucht man, die klanglichen Vorteile einer Triode mit der Leistungsfähigkeit einer Pentode zu kombinieren. Bekanntlich kann eine Pentode als Triode geschaltet werden, wenn das Schirmgitter ebenfalls auf Ub-Potenzial gelegt wird. Dadurch wird aber die Leistungsfähigkeit der Pentode stark eingeschränkt.

Man versucht nun, durch die entsprechende Primäranzapfung am Ausgangs- übertrager, ein frequenzabhängiges Spannungspotenzial am Schirmgitter der Röhre zu legen. Dadurch soll die Pentode in ihrer klanglichen Eigenschaft positiv beeinflusst werden. Salopp formuliert: der Pentode züchtet man ein frequenz- abhängiges Triodenverhalten an. Die positiven Klangeigenschaften erkauft man sich jedoch mit einer verminderten Leistungsabgabe. Ähnliches existiert auch für Pentoden-Eintaktschaltungen, wo das Schirmgitter an eine entsprechende Anzapfung des Ausgangsübertragers angeschlossen ist.

Sehr viele HiFi-Gegentaktverstärker (egal ob nun mit EL34, 5881, KT88, 6550) nutzen diese Ultralinear-Schaltung. So sind im ultralinearen Push-Pull-Betrieb eines EL34-Verstärkers maximal 40W erzielbar, wenn man den Verstärker als HighEnd klassifizieren möchtet. Jedes Watt darüber hinaus hat den »faden Beigeschmack« eines Class-B Verstärkers.



… Zurück









Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:50
 
Who's Online
Besucher online für Röhrenverstärker Es sind 8 Gäste online
Werbung