Reicht die vom Netztransformator erzeugte Sekundärspannung nicht aus, so bietet sich als schnelle und zugleich preiswerte Alternative eine einfache Spannungsverdoppler- Schaltung an. Diese kann, wie unten gezeigt, mit einzelnen Röhrengleichrichtern oder, noch besser, mit Halbleiterdioden realisiert werden.
Die Arbeitsweise dieser Verdopplerschaltung ist folgende: Wenn das obere Ende der Sekundärwicklung während einer Halbperiode positiv ist, lässt die Diode 1 einen Strom in Richtung durch C1 und Röhre 1 fliessen. Dadurch findet gleichzeitig eine Aufladung des Kondensators auf den Spitzenwert U+ der Sekundärspannung statt.
Während der nächsten Halbperiode ist das obere Ende der Sekundärwicklung negativ. Die obere Röhre leitet nicht. Die Ladung am Kondensator C1 bleibt im wesentlichen erhalten. Mit dieser Halbperiode wird die Kathode der unteren Röhre negativ gegenüber der Anode und lässt einen Strom über C2 fliessen. Auch dieser Kondensator wird auf den Spitzenwert aufgeladen.
Die beiden Kondensatorspannungen liegen in Serie am Lastwiderstand. Die Gesamtspannung beträgt im Leerlauf 2*U oder das
2,83-fache des Effektivwertes der Sekundärspannung
Bei Röhrengleichrichter gilt: die Gleichstromentnahme sinkt auf etwa das
2-fache des Effektivwertes der Sekundärspannung
Bei Halbleiterdioden sieht die Bilanz etwas besser aus: hier gilt
2,5-fache des Effektivwertes der Sekundärspannung
Dies ist jedoch abhängig von der Grösse der Kondensatoren. Werden Röhrendioden eingesetzt, können die Kondensatoren hierbei nicht willkürlich gross gewählt werden. Mindestens 10µF bis maximal 50µF können hierbei eingesetzt werden. Wenn die Spannung nicht übermässig einbrechen soll, sind der Stromentnahme Grenzen gesetzt. Bei Einsatz von Halbleiterdioden entfällt diese Beschränkung bzw kann durch Wahl geeigneter Dioden vernachlässigt werden. Hier können dann Kondensatoren von 100µF bis 470µF eingesetzt werden.
Bedingt durch den hohen Spitzenstrom im Einschaltmoment (Aufladevorgang der Kondensatoren) können kurzfristig sehr hohe Ströme (teilweise über 2A) fliessen. Die so gewonnene Gleichspannung muss über einen Serienwiderstand nochmals gesiebt werden, da die Gleichspannung nach dem Verdoppler noch Sägezahnkomponente enthält (bedingt durch das langsame Absinken der gespeicherten Kondensatorspannung).
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