Die Standardausführung eines jeden Verstärkers ist der sog. Kuhschwanzregler. Wie schon bei dem passiven Phonoentzerrer liegen die klangbeeinflussenden Elemente im Signalweg und erfordern jeweils eine kleinen Aufholverstärker, um das zugleich abgeschwächte Signal wieder etwas aufzupeppen.
Auffällig bei einer solchen Schaltung sind die hochohmigen Potentiometer. Das Signal wird zudem an der Anode des Aufholverstärkers über einen relativ grossen Kondensator mitgekoppelt (Stichwort Lag-Netzwerk, hier R5, R7, C2). Diese Schaltung funktioniert, Wunder darf man jedoch nicht erwarten. Im Gegenteil.
In der Halbleitertechnik wurden und werden ähnliche Konstruktionsprinzipien des Klangstellers verfolgt. Auffällig hierbei ist, dass die Widerstandswerte (Potentiometer) nicht mehr so hochohmig sind (dafür sind die Kondensatorenwerte natürlich grösser).
enn man also auf einen Klangsteller nicht verzichten möchte, andererseits unbedingt ein solcher Filternetzwerk (nichts anderes ist es ja) haben möchte, die Löcher bereits gestanzt bzw. gebohrt sind, warum dann nicht etwas ausgefeilter und wesentlich besser?
Mit dieser Klangsteller-Schaltung aus »Röhrenschaltungen« kann man eigentlich nur gewinnen. Anstatt hochohmige Potis werden 9-polige Umschalter eingesetzt. Der »Regelbereich« erstreckt sich auf 20dB. Zugegeben, etwas aufwändig, aber was tut man nicht alles für einen guten Klang?
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