Röhrentechnik - RC-Filter, Kling-Klangsteller, automatische Klangkorrektur: Loudness (3)
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20.08.2008. - 18:40

Kling-Klangsteller


automatische Klangkorrektur: Loudness (3)

17.02.2006


Warum aber viele Regler bedienen, wenn man es auch mit nur einem Regler schaffen kann? Gemeint sind die sog. Loudness-Regler. Loudness an sich ist eigentlich noch mehr verboten wie ein Billig-Klangsteller. In den 80'er Jahren wurde damit auch richtig Schindluder getrieben.

Dabei ist eine Loudness-Schaltung an sich nicht verkehrt. Er »regelt« Bässe und Höhen im unteren Leistungsbereich und nimmt die »Korrekturen« immer mehr zurück, je weiter das Poti aufgedreht wird, denn im oberen Leistungsbereich eines Verstärkers kommt man dem HighEnd-Ideal sowieso recht nahe. Also, nur im unteren Leistungsbereich fehlt es an natürlichen Bässen und Höhen.

Übliche Lautstärkepotis gibt es nur mit einer Anzapfung, um ein 08/15-Loudness zu realisieren. Für richtiges Loudness wäre aber ein Poti mit drei oder mehr Anzapfungen nötig, um wirklich eine gehörrichtige Klangkorrektur vornehmen zu können. Diese Potis sind a) schwer zu beschaffen und b) schweineteuer.

Loudness zur Klangbeeinflussung

Da bietet es sich doch an, ein einfaches logarithmisches Poti mit einem entsprechenden Korrekturnetzwerk zu versehen. Der sonst eingesetzte Lautstärkeregler wird einfach durch diese Schaltung ersetzt. Man erkauft sich den »Klangverbesserer« jedoch mit dem Nachteil, dass das Signal nicht vollends auf Masse gelegt werden kann und somit nie absolute Ruhe herrscht. Deshalb wäre ein zweiter Schalter notwendig, der das Signal auf Masse legt (Stummschalter).

Alternativ lässt man den üblichen Volumenregler in Ruhe und setzt stattdessen auf ein regelbares Loudness. Es dürfte also wieder interessant werden an der Loudness-Front.

Eine andere, wesentlich einfachere Loudness-Schaltung ist in meinem Buch »High-End Röhrenschaltungen« zu finden.

Der eingefleischte Klangsteller-Freak jedoch lässt eine Klangregelung aber nur von Spulen und Drosseln erledigen. Da dies aber ziemlich aufwendig wäre und zudem recht wenig Spielraum für eigene Experimente zulässt (wer will schon jedesmal eine neue Spule wickeln?), bedient man sich sog. Gyratoren. Eine Art Spulenersatz auf elektronischem Wege.





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Letzte Aktualisierung am 13.07.2008 - 12:44
 
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