In der Einleitung wurde allgemein von einem »Filter« gesprochen. Das hierbei Frequenzen gefiltert werden, sollte klar sein. Und wenn Frequenzen im Spiel sind, dann kann man davon ausgehen, dass es sich zudem um eine Wechselspannung handeln muss.
Ein Widerstand ist ein Widerstand ist ein Widerstand. Oder? Nicht ganz, denn der Fachmann unterteilt in ohmschen Widerstand (R), kapazitiven Widerstand (C) und induktiven Widerstand (L). Während sich der ohmsche Widerstand in (fast) jeder Schaltungsumgebung gleich verhält, arbeiten die kapazitiven und induktiven Widerstände anders:
Der Kondensator (kapazitiver Widerstand) stellt für die Gleichspannung einen hohen Widerstand dar. Für Wechselspannung ist er - mehr oder weniger - leitend (ebenfalls mehr oder minder freuqenzabhängig).
Umgekehrt verhält sich die Spule (induktiver Widerstand). Für Wechselspannung stellt die Spule einen Widerstand dar (frequenzabhängig). Eine Gleichspannung lässt sie hingegen (fast) verlustfrei passieren.
Spule und Kondensator werden, um die gleichen Filterwirkungen zu erzielen, unterschiedlich beschaltet. Eine Spule (oder ein Kondensator) kann dabei den Kondensator (oder die Spule) nur bedingt ersetzen. Als Team sind sie jedoch (fast) unschlagbar.
Mit deratigem Vorwissen bewaffnet, können wir uns nun an diverse Grundlagen, Grundschaltungen und Berechnungsformeln wagen. Sorry, es wird doch etwas mehr Theorie…
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