Ausgangsübertrager für Röhrenverstärker - Übertrager, Über Induktivitäten, Grenzfrequenzen, Tiefbass, Dezibel… KT88, EL34, 6AS7G
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04.07.2008. - 00:24

Übertrager


Über Induktivitäten, Grenzfrequenzen, Tiefbass, Dezibel…

26.09.2006


Für eine gute Tiefenwiedergabe (Bassbereich) ist eine möglichst grosse Querinduktivität erforderlich. Aber: mit zunehmender Induktivität wächst jedoch auch die den Übertragungsbereich in den Höhen begrenzende Streuinduktivität.

Bei einem für HiFi- und HighEnd-Röhrenverstärker gedachten Ausgangsübertrager sollte der Maximalwert der Induktion so hoch gewählt werden, dass die für die untere Grenzfrequenz (fu) geforderte Ausgangsleistung gerade erreicht wird. Unterhalb dieser Grenzfrequenz wird sich dann bei Vollaussteuerung infolge der Sättigung des Eisens ein starker Leistungsabfall zeigen (die berühmte Minus-Dezibelangabe, z.B. -3dB).

Wenn man nun die dB-Angabe mit Prozent gleichsetzt (ja, ja, ich weiss, das ist nicht korrekt, hilft aber zum beseren Verständnis), dann ist bei der unteren Grenzfrequenz ein Leistungsabfall von 30% (bezogen auf die Gesamtleistung, also 100%) hinzunehmen. Auf den zuvor besprochenen 6AS7G-Röhrenverstärker bezogen heisst das: bei 15W Gesamtleistung kommt fu noch mit 4,5W an den Lautsprechern an. Theoretisch! Praktisch sieht das natürlich ganz anders aus, denn
a) dürften die meisten (Bass-) Lautsprecher bei 20Hz schon um Gnade flehen
und
b) ist dB nicht gleich Prozent.

Um nun auch im Bereich der oberen Grenzfrequenz die Nennleistung des Verstärkers dem Lautsprecher zuzuführen, muss die durch mangelnde Kopplung der Wicklung entstehende Streuinduktivität so klein wie möglich gehalten werden. Ausserdem muss die Wickelhöhe des Übertragers so gering wie nur möglich gehalten werden. Der zur Verfügung stehende Wickelraum sollte also in der Höhe nur zu einem Teil ausgenutzt werden. Kleinere Kerne versuchen dies zu kompensieren, indem entweder mehr Wicklungen aufgebracht werden oder ein anderes Eisenmaterial gewählt wird (meist in Kombination von beiden Möglichkeiten).

Daher muss, um niedrige Windungszahlen zu erreichen, der Kernquerschnitt reichlich bemessen werden. Der Ausgangsübertrager muss also etwas »wuchtiger« ausfallen. Da nützen dann auch kleinere Kerne und anderes Eisenmaterial nichts. Hier bewahrheitet sich der alte Spruch: »Gegen miese Klang-, Frequenz- und Wirkunsgradeigenschaften hilft nur viel Eisen.« Wer dagegen etwas anderes behauptet und von »linksdrehenden Kornorientierung« und »Glühnichmachung bei Vollmond« faselt, der stellt sich damit auf die gleiche Stufe wie diverse »Kabelpriester«.

Das Thema Verschachtelung und Wicklungsisolation lasse ich bei dieser Betrachtungsweise bewusst aussen vor, denn dies spielt für das eigentliche Verständnis kaum eine Rolle. Die häufig auf anderen Internetseiten aufgeführten Darstellungen und Anpreisungen kleinerer Kerne sollten unter Berücksichtigung der subjektiven Meinung des Händlers oder Herstellers betrachtet werden. Sie sind also keineswegs neutral, auch wenn sich alles sehr schlüssig anhört.





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Letzte Aktualisierung am 21.01.2008 - 21:31
 
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