HiFi und HighEnd hören - Hörerlebnis, Was Ihr wollt… (300B-Röhrentest) (1) Single-Ended
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04.07.2008. - 00:33

Hörerlebnis


Was Ihr wollt… (300B-Röhrentest) (1)

29.07.2006


300B Single-Ended

Präludium
Als seit einiger Zeit »(Single-Ended-) triodeninfizierter« Musikfreund habe ich sehr bald feststellen dürfen (eigentlich: müssen), dass dieselbe Endstufe mit verschiedenen Röhrenbestückungen völlig unterschiedlich klingen kann. Das bietet reichlich Lust- aber auch Frustpotential für endlose Stunden. Daher kam ich auf die Idee, einmal die typischen Klangcharakteristika einiger derzeit noch erhältlicher 300B-Varianten zu beschreiben. Nicht alle dieser Typen stammen aus neuer Produktion, aber alle sind noch zu bekommen, auch wenn z.B. eine Vaic VV30B nur mehr selten offeriert wird.

Dank der Kooperation mehrerer Vertriebe und eines Röhrenspezialisten (Rainer Röder aus Bonn, bei dem Sie alle nicht aus neuer Produktion erhältlichen Röhren bekommen können) wurde dieses Unterfangen nun möglich. Ich habe dabei versucht, mich auf die relativ eindeutig identifizierbaren Charakteristika der jeweiligen 300B zu konzentrieren. Deshalb wurde meinerseits auch mit drei verschiedenen Endstufen (eigentlich vier, da eine meiner Endstufen für 300B-Derivate mit einem Heizstrom-Bedarf von 1,5 bis 1,6 A optimiert ist) gehört: Meinen Golden Tube SE 300B II Special Edition, den L'Audiophile »Legend« 300B-Monoblöcken sowie den Song Audio 300B-Monos aus Kanada. Alle drei weisen eine eigenständige, von den jeweils anderen Endstufen abweichende Schaltungstopologie auf. Bei den beiden letztgenannten wurde auf mögliche »Optimierungen« im Form des Austauschs z.B. der Gleichrichterröhre verzichtet. Dies habe ich nur bei der Golden Tube ausprobiert - da ich zum einen die meiste »Hörarbeit« damit verrichtet habe (…das Leben eines Redakteurs kann verdammt hart sein, glauben Sie mir…) und zum anderen die Empfindsamkeit dieser Endstufe diesbezüglich inzwischen am besten kenne. Die benötigten Alternativen hatte ich zudem zur Hand - zwar nicht alle, aber doch einige.

Wer den enormen Einfluss der Kombination der der 300B vorgeschalteten Röhren kennt, weiss, dass ich sonst auch frühestens in drei bis fünf Jahren fertiggeworden wäre…. Insbesondere die spezielle Schaltung der Golden Tube, die eine EL34 zur Stabilisierung der Ansteuerung der 300B nutzt, ist da diffizil. Immerhin erleichterte mir die Tatsache, dass schnell klar war, dass hier alle 300B's gleichrichterseitig vom Einsatz einer GZ34 anstelle einer 5U4(GB) oder 5Y3 profitierten, ein wenig die Arbeit. Doch seien Sie gewarnt: Meine Aussage gilt so ausschliesslich für diese Endstufe - bei anderen Konzepten kann das durchaus anders aussehen! Daher werde ich nicht jedesmal die verwendete Röhrenkombination aufführen, sondern möchte nur darauf verweisen, welche Typen/Exemplare zum Einsatz kamen: Gleichrichter: GZ34 (Mullard/Valvo/Philips Miniwatt); als Eingangsröhren JAN Philips 5691, Brimar 6SL7GT, Tungsol JAN-CTL-6SL7WGT, CV1985, General Electric 6SL7GT, Sylvania, RCA und Ken-Rad VT229 sowie russische 6H7C; und zur Ansteuerung der 300B die EL34-Versionen von Telefunken, Siemens, AEG - plus als Alternative die Bendix JAN-CEA-5992.

Alle 300B wurden zunächst für ca. 200 Stunden »eingebrannt« und sodann mit Musikmaterial verschiedenster Art gehört. Der Ruhestrom wurde dabei jeweils mittels geeichter (Analogskalen-) Instrumente eingestellt und kontrolliert, damit die 300B's stets im richtigen Arbeitsbereich liefen.



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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:19
 
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