Image HiFi und HighEnd Verstärker, Röhrentechnik, Röhrenverstärker Lautsprecher - Roland Kraft, im Gespräch mit Friedrich Hunold. Image-HiFi Redakteur, Familienvater und HighEnd-verrückt (1)
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04.07.2008. - 00:24

Roland Kraft


im Gespräch mit Friedrich Hunold. Image-HiFi Redakteur, Familienvater und HighEnd-verrückt (1)

01.06.2005


Zum Relaunch-Start von frihu.com habe ich mir einen Interviewpartner ausgesucht, der eher der HighEnd- als der Selbstbau-Fraktion zuzurechnen ist. »Trotzdem« besitzt dieser Mensch das gewisse Etwas.

Es ist der Redakteur Roland Kraft von der Zeitschrift »Image HiFi«. Das allein prädestiniert ihn aber nicht, hier interviewt zu werden. Er ist, wie die meisten Seitenbesucher, ein Röhrennarr und schreibt darüber auch in der »Image HiFi«. Und nicht zuletzt diese Schreibe ist es, die einen Bericht von Roland Kraft lesenswert macht.




Herr Kraft, habe ich in der Einleitung etwas vergessen oder falsch formuliert? Am besten, Sie stellen sich selber vor, denn das kann keiner besser als Sie selbst.

Kraft: Wer sich mit Röhren beschäftigt, läuft für Außenstehende mindestens unter »kauzig«. Kommen erschwerend High-End-HiFi, alte Radios sowie ein gewisser Hang zu Moppeds und Modellbau hinzu, gilt man schnell als komplett verrückt. Die mitleidigen Blicke ihrer Freundinnen schmettert meine bessere Hälfte aber mit dem Argument ab, daß ich dafür wenigstens kochen könne. Außerdem sammelt sie selber Antiquitäten, womit ein Teil meiner Spleens Gott sei Dank auf Verständnis stößt.

In der »Image HiFi« stellten vor Jahren die Redakteure auch ihre Stereoanlagen vor. Ihr Bericht war mit Abstand der lesenswerteste. Was macht Ihre Verdier? Hören Sie immer noch mit dem Welter-Röhrenverstärker?

Kraft: Eine gepflegte Platine Verdier hält ewig und ist deshalb ein Plattenspieler fürs ganze Leben. Mein Exemplar, inzwischen vielleicht 15 Jahre alt, spielt wie am ersten Tag. Den mit EB3 bestückten Welter-Eintakter gibt es ebenfalls noch, außerdem natürlich andere Röhrenverstärker plus Selbstgebautes und Gesammeltes. Audio als Beruf bedeutet freilich auch, daß das benutzte Equipment häufig wechselt und die eigenen Geräte quasi als Werkzeug und Vergleichsnormal herhalten müssen.

In dem zuvor genannten Bericht beschrieben Sie auch recht plastisch die Schwierigkeiten eines Familienvaters und Röhrenverstärkerbesitzers. Wohl jeder Familienvater konnte sich recht gut in Ihre Situation hineinversetzen. Beschreiben Sie Ihre Erfahrungen, wenn Röhren-High-End (HiFi) mit Familie kollidiert. Quasi als Resumee. Was würden Sie heute anders machen? (Anm. Dieser Artikel steht als PDF am Ende des Interviews zum download zur Verfügung)

Kraft: Das durchaus interessante Experiment, die HiFi-Anlage eines Testredakteurs, Bastlers und Schallplattensammlers mit einem nicht allzu großen Wohnzimmer, einem Kleinkind und einer kaum an HiFi, dafür aber an Einrichtung interessierten Gefährtin zu vereinen, scheiterte letztlich doch am Durchhaltewillen meinerseits. Die Einsicht, daß Männlein und Weiblein grundverschiedene Lebewesen darstellen kommt spätestens dann, wenn klar wird, daß das Outfit eines Zimmers für eine Frau scheinbar fast existenzielle Wichtigkeit besitzen kann. Ich muß allerdings zugeben, daß meine sogenannte Anlage bisweilen eher einer Elektrowerkstatt mit angegliedertem HiFi-Laden glich (was mir persönlich als Wohnzimmer durchaus zusagte).

Im Nachhinein betrachtet würde ich an der Wand aufgehängte Lautsprecher und statt eines monumentalen Laufwerks die Nutzung eines CD-Players empfehlen. Unsere jetzigen Wohnverhältnisse machen es aber möglich, meinen Betrieb aus dem Alltag herauszuhalten. Böse Zungen behaupten aber nun, mein Refugium unterm Dach sei ein Radio- und Röhrenmuseum mit begehbarer HiFi-Anlage. Außerdem werde ich fälschlicherweise beschuldigt, verstaubte Mittelwellen-Radios im ganzen Haus zu verteilen und permanent Stellplätze für Röhrenvitrinen auszukundschaften …










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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:22
 
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