Röhrenverstärker - 6AS7G, EL34, KT88 Reissbrett, EL156 Röhrenvollverstärker
04.07.2008. - 00:31
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Reissbrett


EL156 Röhrenvollverstärker

16.02.2006


EL156 PushPull Amplifier Röhrenverstärker

Ein kürzlich im Forum aufgetauchte Frage liess mich dazu verleiten, den 6AS7G-Röhrenvollverstärker aus dem Buch »Hören mit Röhren« auf die Endröhren EL156 anzupassen.

Heraus kam ein handlicher Schaltplan und aus dem Stand eine recht gute (weil bemerkenswerte) Leistung von etwa 80W Sinus.

Das nahmen einige Leser zum Anlass um es sofort richtig zu machen: 200W Sinus mit 4x EL156 je Kanal bzw. Monoblock (siehe Bild). Symmetrische Vorstufe inklusive. Durch das vernickeltes besitzt das Chassis eine wirklich gelungene Optik (nicht zuletzt auch durch den Hingucker in Form einer Ruhestromanzeige im Retro-Look).

Doch zurück zum eigentlichen Reissbrett-Thema:
Da die EL156 relativ leicht anzusteuern ist (auf jedenfall leichter als eine 6AS7G) wurde in einem Versuchsaufbau auf eine negative Vorspannung verzichtet. Den passenden Übertrager durfte ich mir von MF-Electronic ausleihen und einige Versuche damit durchführen. Das gesamte Schaltungskonzept ist Quasi-Symmetrisch ausgelegt und lässt einen den symmetrierenden Eingangsübertrager nicht vermissen.

PushPull EL156 Gegentakt-Röhrenverstärker Monoblock

Herausgekommen ist ein Verstärker, der gewiss noch etwas Feintunig bedarf. Aber auch so machte er bereits seine Sache recht ordentlich und konnte bei maximaler Leistung mit einem Frequenzgang von 15Hz bis weit über 35kHz aufwarten. Für Kaltblüter ist dieser Verstärker allerdings nicht geeignet, denn aufgrund des Schaltungsdesign heizen die beiden Endröhren die Umgebung ordentlich auf. Die Änderungen bzw. Erweiterungen sind direkt im Schaltplan eingezeichnet.

Belohnt wird man jedoch mit einem knackigen Sound, der nichts versteckt und auch die brachialen Tiefbässe von Frank Fischer mit angemessener Lautstärker übertragen kann. Und zum erstenmal konnte meine Frau (und die gesamte Nachbarschaft) »Don't leave me tonight« von Garden of Delight mit erheblich mehr als Zimmerlautstärke hören. Danach mussten die Lautsprecher eine genau Membraninspektion über sich ergehen lassen, denn stellenweise befüchtete ich schon, dass die Membrane sich selbstständig machen wollten.

Kleiner Nachbautipp: Vorstufe mit Röhrengleichrichter GZ34, die Anodenspannung für die EL156 mit Softstart ausstatten und evtl. mit einer dezenten Gegenkopplung experimentieren! Wer nicht auf zusätzliche 20W verzichten will, sollte eine negative Vorspannung einplanen und die Endröhren auf etwa 110 bis 150mA abgleichen - ggf. muss auch der Schirmgitterwiderstand angepasst werden.

PDF-Schaltplan:
EL156 Röhrenvollverstärker

//-fh-



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Letzte Aktualisierung am 22.02.2007 - 08:49
 
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