Eine Nixie-Uhr hat ja inzwischen fast jeder. Doch die Nixie-Röhren können ja auch etwas anderes anzeigen, als Datum und Zeit. Wie wäre es also mal mit einem Messinstrument? Zum Beispiel mit einem Voltmeter? Der Aufwand hält sich in Grenzen und wenn man dann Mist misst, macht es wenigstens Spass. Der Weg zu einem Vielfachmessinstrument ist da auch nicht mehr weit. Für die Messungen in Röhrengeräten bis max. 999V eigentlich ideal.
Witzigerweise hat sich das auch wohl Hans Borngräber gedacht und arbeitete fast zur gleichen Zeit an dieser Idee und entwickelte eine einsatzfähige Schaltung sogar über mein eigentliches Reissbrett-Stadium hinaus.
Grundlage für die Schaltung war eine Voltmeter-Schaltung mit den IC's CA3161 und CA3162. Als Anzeigeeinheit wurden in dieser Schaltungapplikation Ziffern-LED's eingesetzt. In dieser Schaltung wurde das Kernstück, das IC CA3162, beibehalten. Die BCD-codierten Ausgänge werden dann nur noch über übliche TTL-IC's in Digitalsignale umgewandelt und den Nixieröhren zugeführt. Klingt einfach? Im Prinzip ist es das auch, nur der Verdrahtungsaufwand ist für ungeübte Bastler nicht ganz so trivial.
3-stelliges Digitalvoltmeter mit Nixie-Röhren
Mit entsprechenden Teilerwiderständen am Eingang lässt sich dieses Voltmeter auf fast jeden Messbereich einstellen. Die Grundempfindlichkeit liegt bei 200mV (also ideal um damit den Arbeitspunkt von sündteueren Endröhren zu kontrollieren). Mit folgenden Widerstandswerten kann ein Bereich bis 1000V (maximal mögliche Anzeige 999V) eingestellt werden:
200mV: Ra = 0 Ω / Rb = 10 MΩ
2V: Ra = 9 MΩ / Rb = 1 MΩ
20V: Ra = 9.9 MΩ / Rb = 100 kΩ
200V: Ra = 9.99 MΩ / Rb = 10 kΩ
1000V: Ra = 9.999 MΩ / Rb = 1 kΩ
Bei den Teilerwiderständen aber darauf achten, dass diese keine grossen Toleranzen aufweisen. Hier sind selbst 1% Toleranzen noch zuviel! Idealerweise setzt man die nicht ganz so preiswerten Messwiderstände ein. Schaltplan, Platine & Weiterentwicklung durch Hans Borngräber.
PDF-Schaltplan:
Nixie-Voltmeter mit Bereichsumschaltung
//-Borngräber- //-fh-
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