Röhrenverstärker-Netzteil, Brückengleichrichter, Röhrengleichrichter - Reissbrett, Spannungsverdopplung: Pump up the power
04.07.2008. - 00:31
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Reissbrett


Spannungsverdopplung: Pump up the power

16.02.2006


Spannungsverdoppler im Netzteil

Die Wahrscheinlichkeit, dass einem eine richtig gute Schaltung (z.B. für einen Röhrenverstärker) in die Hände fällt ist grösser, als den passenden Trafo zur Hand zu haben. Und selbst wenn man die benötigte Hochspannung zur Verfügung stehen hat, scheitert ein Umrüsten auf andere Röhren an das Nichtvorhandensein entsprechender Hilfsspannungen, z.B. der negativen Gittervorspannung.

Auch die Tatsache, dass etwa die Hälfte an Trafowechselspannung zur Verfügung steht als man tatsächlich benötigt, hat schon so manchen Bastler verzweifeln lassen.

Was tun?

Nun, um aus einer vorhandenen 150V Trafospannung eine effektive Gleichspannung von etwa 350V zu generieren, reichen zwei »dicke« Dioden, zwei »dicke« Kondensatoren und ein paar zusätzliche Kondensatoren für eine Röhrenverstärker-taugliche Siebung.

Geinacher Spannungsverdoppler

Die Hochspannungsdioden sind 3A-Typen. Alles andere sind Bauteile, die der Röhrenbastler sowieso in seinem Hobbykeller vorrätig hat bzw. haben sollte. Allenfalls der Serienwiderstand R1 wäre Diskussionswürdig und kann natürlich ohne Bedenken durch eine entsprechende Drossel ersetzt werden (Anm. mehrere Versuche haben jedoch gezeigt, dass hier eine Drossel nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist). C1 und C2 können auch geringere Kapazitäten aufweisen. Kleiner als 330µF sollte es jedoch nicht sein! Diese Kondensatoren sollten eine erhöhte Impulsfestigkeit aufweisen.

Unter Last(!) sinkt die Ausgangsspannung auf etwa der doppelten Sekundärspannung des Trafos ab. Im Leerlauf beträgt die Anodenspannung etwa das zweieinhalb-fache der Trafospannung. Im gleichen Maße wie die Spannung erhöht wird, sinkt jedoch der maximal entnehmbare Strom. Kann die Sekundärwicklung des Trafos also 0,5A liefern, stehen am Ende höchsten 0,25A zur Verfügung! Wenn nach dem Trafo eine Schmelzsicherung eingefügt werden soll, so sollte diese mit etwa 3A träge bemessen werden, da der Einschaltstrom sehr heftig ausfällt! Um den Einschaltstrom wenigstens etwas zu begrenzen, hat sich auch ein »kleiner« NTC im Primärkreis (also Netzseitig) des Trafos bewährt.

Wenn bei der negativen Vorspannung eine Brückengleichrichtung (normalerweise wird diese ja über eine Einweg-Gleichrichtung gewonnen) mit einer 1,4-fachen erhöhten Ausgangsspannung nicht reicht, dann muss man sich wohl Gedanken machen, denn oftmals lässt auch die zur Verfügung stehende Stromstärke zu wünschen übrig, so dass eine Spannungsverdopplung im eigentlichen Sinn wohl nicht in Frage kommt.

Für diesen Fall bietet es sich an, die negative Spannung aus der Versorgungsspannung (Hochspannung) des Verstärkers zu generieren. Aber warum nur für diesen Fall? Das ist aber ein eigenes Reissbrett zum Thema negative Vorspannung .



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Letzte Aktualisierung am 22.02.2007 - 08:49
 
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