BIAS Vorspannung - Reissbrett, negative Spannung (nicht nur) für Röhrenverstärker
04.07.2008. - 00:27
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negative Spannung (nicht nur) für Röhrenverstärker

16.02.2006


negative Vorspannung für Röhrenverstärker - BIAS

Aus vielerlei Gründen benötigt man eine universelle Vorspannung für den Ein- oder Gegentakt-Röhrenverstärker: sei es weil man andere Endröhren einsetzen will, man mit einer Schaltung etwas experimentieren möchte oder weil der vorhandene Netztrafo keine entsprechende sekundären Spannung zur Verfügung stellt (warum auch immer) oder - ganz profan - weil sich durch das Einsparen der zusätzlichen Trafowicklung die Kosten für diesen Netztrafo etwas mindern.

Neben der Spannungsverdopplung ist das gewinnen der negativen Vorspannung aus der Hochspannung durchaus »HighEnd-Gesellschaftfähig« geworden.

In Zeiten, wo Trafos immer teuerer werden, lohnt sich das Nachdenken über solche Schaltungstricks allemal. Es ist jedoch keine Erfindung der Neuzeit - das haben die Altvorderen in der Röhren-Szene auch schon früher ganz gerne gemacht.

Wenn der Netztrafo für Röhrengleichrichtung ausgelegt ist oder eine sekundäre Anzapfung mit einer höheren oder niedrigeren Spannung als die eigentliche Versorgungsspannung aufweist, dann ist es relativ einfach, daraus eine negative Vorspannung zu gewinnen.

Vorspannung mit Röhrengleichrichter

Die zusätzlichen Bauteile sind unkritisch. Für die Diode 1N4007, R1 ist ein 2W-Widerstand mit 68kΩ und R2 ist mit 1W und 3,9kΩ dimensioniert. Als Trimmpoti sollte man 0,5W veranschlagen. Mit 10kΩ kommt man für den angegebenen Spannungs- bereich gut hin. Der Elko C1 ist mit 22µF dimensioniert. Die Spannungsfestigkeit richtet sich nach der maximalen negativen Ausgangsspannung. Ein 100V-Typ ist in der angegebenen Dimensionierung nicht verkehrt. Die Kosten hierfür sind niedriger, als die zusätzliche Sekundärwicklung auf dem Netztrafo. Da die zusätzliche Strombelastung nicht der Rede Wert ist, dürfte dies von jedem guten Netztrafo aufgebracht werden können.

Eine andere Möglichkeit zeigt das folgende Schema (aus dem Buch High-End Röhrenschaltungen). Hier wird die negative Vorspannung direkt aus der Hochspannung gewonnen welche mit einem Brückengleichrichter gleichgerichtet wird.

Vorspannung mit Brückengleichrichter
negative Vorspannung aus Hochspannung

universelle negative Vorspannung für Röhrenverstärker

Die Bauteilwerte zu der o.g. Variante sind nicht kritisch: C1 ist mit etwa 470nF zu dimensionieren. Die Spannungsfestigkeit ist recht grosszügig zu wählen und richtet sich natürlich nach der Trafowechselspannung. Die Dioden D1 und D2 sind alte Bekannte vom Typ 1N4007. Der Siebkondensator C4 ist mit 100µF völlig ausreichend für eine stabile Vorspannung bemessen. Der Widerstand R1 (220kΩ) ist Belastungs- und Entladewiderstand.

Das die so gewonnene Vorspannung noch mit entsprechenden Spannungsteilern auf das passende Niveau gebracht werden muss, sollte klar sein.



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Letzte Aktualisierung am 22.02.2007 - 08:49
 
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