Fostex C37 Breitbänder - Initium-Parvum Breitbandlautsprecher, Welcher Breitband-Lautsprecher ist der Bessere? Wir hören & hören… (2)
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01.12.2008. - 17:02

Initium-Parvum Breitbandlautsprecher


Welcher Breitband-Lautsprecher ist der Bessere? Wir hören & hören… (2)

02.12.2006


Genug der einleitenden Worte. Lassen wir Taten sprechen.

Die Hardcore-Cellisten von Apokalyptica machten ihre Sache an beiden Lautsprechernpaaren ausgesprochen gut. Beim EL156-Eintakter jedoch waren kleine Arbeiten an der frequenzabhängigen Gegenkopplung erforderlich, damit die etwas zu scharfen Höhen und Mitten gezügelt werden konnten. An dem Trioden-Gegentaktröhrenverstärker war hingegen keinerlei Abstimmung am Verstärker selber erforderlich. Aufgrund des sehr starken Tieftones aber mussten die Lautsprecher selber etwas weiter von der Wand weg positioniert werden. Dann kam Freude und bei dem Stück »Farewell« die Gänsehaut auf. Klasse. Selbst Uli war beeindruckt.

Und die musikalischen Vorbilder von Apokalyptica? Metallica präsentierte sich besonders an dem 6AS7G-Gegentakter äussert kraftvoll und energiegeladen. Die Bässe waren da, wo sie hingehörten, die Mitten klar und deutlich und selbst das Hi-Hat und das zarte »Dääng« des Beckens waren bei »Turn the Page« gut zu vernehmen. So drischt man die Drums und streichelt die Becken. Richtig Partystimmung kam bei »Wiskey in the Jar« auf - am Gegentaktverstärker deutlich kraftvoller als beim EL156-Eintakter. Und das bei läppischen 8W Ausgangsleistung! Gnadenlos gut präsentierten sich die Lautsprecher aber an dem Eintakter mit der 845. Hier machte sich die Leistungsreserve deutlich bemerkbar.

Mit Yello's »The Race« folgte der nächste Test, den die Lautsprecher ebenfalls mit Bravour meisterten. Plastisch wurden die Türen zugeknallt und die trockenen Drum-Schläge sassen punktgenau. Und wenn das Motorgeheul durch die Stereodimension zog, war man geneigt, mit dem Kopf das Geräusch mitzuverfolgen, um das »Rennen« auch optisch mitverfolgen zu können. Etwas (aber wirklich nur etwas) enttäuschend hingegen der »Night Train« von der CD Zebra. Das ist eindeutig nicht die Spielwiese dieser Lautsprecher.

Simple Mind's »Waterfront« war am Gegentakt-Röhrenverstärker mit der 6AS7G nicht unbedingt der Bringer. Es klang (leider) etwas verwaschen. Dafür stimmte es bei »Don't You«. An dem EL156- und 845-Eintaktverstärker hingegen gab es nichts zu bemängeln. Im Gegenteil. Ganze fünfmal lief die Wasserfront an der 845 - zuletzt mit allem, was der 845-Röhrenverstärker unverzerrt hergab. An 95dB-Lautsprecher ist das nicht gerade wenig.

Dafür überzeugten die Lautsprecher bei Spies »By way of the world«. Klavier, Bass, Drums und Bläsersätze bildeten auf »The third rail« eine homogene Einheit. Und das so, dass meine Frau bei diesem Musikstück mitwippte (was nichts anderes heissen soll, als das es gut geklungen haben muss). Allenfalls die Tiefbass-Drum auf »Rite of Passage« geriet etwas zu dünn. Nun gut - wir wollten ja nicht gemein werden.

OK, machen wir es kurz: alle modernen Stücke wurden eigentlich recht gut präsentiert. Selbst die oben genannten, doch etwas schwierigeren Stücke, werden, bis auf ganz wenige Ausnahmen, gut dargestellt. Besser als erwartet. Damit die Klassikfans nun nicht zu kurz kommen, machen wir einen kurzen Ausflug in das »ernste Fach«.

Hier fühlen sich die Initium Parvum eindeutig am wohlsten. Besonders ein Lautsprecherpaar spielt hier deutlich befreiter auf, als das andere, baugleiche, Paar. Ob es nun Vivaldis Mandolinenkonzert ist, Borodins »Streicherquartet Nummero zwei«, das orchestrale Werk »Spartacus« von Khachaturian oder Schumanns »Kinderszenen«. Den Rest hat uns endgültig Bachs »Air - Suite in D« gegeben. So haben wir das Stück noch nie gehört. Und es waren bestimmt nicht die Röhrenverstärker die uns erst einmal völlig baff zurückliessen. Besonders an einem Lautsprecherpaar lief dieses Stück immer und immer wieder. Verdammt, was hören wir denn da?

OK, der direkte Vergleich zwischen diesen Musikwelten hinkt. Also nehmen wir etwas, was irgendwo dazwischen liegt und wo mehr die natürlichen Harmoniefolgen eines natürlichen Instrumentes eine Rolle spielen. Von Mike Oldfields »Tubular Bells« (das Original - nicht die jeweiligen Neuerfindungen), Eric Claptons »Unplugged« bis Vangelis' »Antarctica«.

Nicht ganz so deutlich wie bei den klassischen Stücken, aber immer noch gut wahrnehmbar sind die klanglichen Unterschiede der beiden Lautsprecherpaare. Während das eine Paar etwas aggressiver aufspielte und das Musikhören nach kurzer Zeit einfach keinen Spass mehr machen wollte, präsentierte sich das andere Fostexbewehrte Lautsprecherpaar wärmer und lieferte insgesamt ein runderes Klangbild - wovon auch das Altherren-Duo J.J. Cale & Eric Clapton nur profitierte. Mit »Ride the River« von der CD Road To Escondido verliessen wir den Ausflug in die Klassikwelt und hörten einfach nur Musik.

Nun, nachdem wir also die Unterschiede festgemacht hatten, telefonierten wir mit Roland Seidl. Was haben wir da nun gehört?



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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:31
 
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