RIAA Bausatz Röhrenvorverstärker Improved - Tehl: Bausatz Phono-Röhrenvorverstärker, SRPP-Harmonie: Röhre und Transistor (2)
Seiten: 1 2
20.08.2008. - 18:43

Tehl: Bausatz Phono-Röhrenvorverstärker


SRPP-Harmonie: Röhre und Transistor (2)

01.10.2005


SRPP Phono Preamp von Thel

Kommen wir zurück zu den Transistoren.
Der Grund für den Einsatz von Transistoren ist eigentlich ein alter Hut und soll für eine erhöhte Betriebssicherheit und weniger phsychische Störungen des Besitzers sorgen. THEL geht jedoch noch ein Schritt weiter und kombiniert eine Standard SRPP-Schaltung (die, die immer Probleme macht) mit den Vorzügen einer Improved-SRPP wo die Stromquelle (also die obere Röhre) komplett durch Halbleiter realisiert wird. Und das ganze recht konsequent: denn für das obere »störungsanfälligere« Triodensystem wird eine dedizierte Doppeltriode eingesetzt.

Die Kombi aus Röhre und Halbleiter soll pyrotechnische Effekte einer reinen Halbleiterlösung ebenso verhindern wie gleichzeitig die Belastung der oberen Röhre mindern. So einfach ist das.

In der eigentlichen Verstärkerschaltung sind je Stufe zwei Triodensysteme parallel geschaltet. Da wir es hier mit einem zweistufigen SRPP-Konzept zu tun haben, werkeln hier also - nach Adam Riese - drei Röhren und zwei Transistoren und sorgen zusammen für audiophile Genüsse. Und aus gutem Grund setzte Thomas Hartwig bei den Röhren auf die üblichen Verdächtigen (ECC82 / ECC83) - anstatt auf dubiose Seecontainer-Funde oder Pseudo-HighEnd Ware.

Neben dem Phonomodul liefert THEL auch das passende Netzteil und die Line-Stufe (ebenfalls in SRPP). Auch hier finden sich nur hochwertige Bauelemente. Für diesen Test beschränkte ich mich jedoch nur auf das THEL-Phonomodul. Wer einen direkten Zusammenhang von Klang und Netzteileigenschaften nicht erkennen will oder kann, sich auch nicht zu den begnadeten Netzteilbastlern zählt, dem sei neben dem Phono-Verstärkerbausatz das entsprechende Netzteil an den Lötkolben gelegt. Denn SRPP verstärkt nur das, was bereits vorhanden ist. Eine gute Spannungsversorgung (d.h. brummfrei und stabil) ist deshalb das A und O in jedem SRPP-Verstärker.

Da ich bereits die einfache SRPP Phono-Vorverstärkervariante gegenüber so manch eine andere Entzerrerstufe schätzen gelernt habe, sorgte die THEL-SRPP für ein nachhaltiges Aha-Erlebnis. »Klanglich« eine absolute Steigerung. Da ist die einfache SRPP-Vorverstärkervarinate mit einfachem passiven Entzerrnetzwerk ein Dreck. Sofern man bei SRPP über Klang sprechen kann.

Fazit: Die Phonostufe verdient es, beim nächsten Bastelprojekt in die engere Auswahl genommen zu werden. Das sollte einem die schwarzen Scheiben wert sein. Ich bin mir sicher, dass dieses Konzept Freunde finden wird. Es lohnt sich.

Für die Zuordnung der reichlich vorhandenen Widerstände empfiehlt sich ein Messgerät (Ohmmeter), denn nur allein anhand der Farbringe sind die Widerstände kaum zuzuordnen. Dabei darf man sich ruhig auf die Bestückungsliste verlassen: wenn ein Widerstand von 1,0kΩ gefordert ist, dann gibt es auch einen Widerstand mit 1,0kΩ und nicht etwa 1,3kΩ oder 0,9kΩ

Technische Kurzinfo:
Verstärkerart: SRPP Phonovorverstärker
Röhren: 2x ECC83 und 1x ECC82
Frequenzgang: 20Hz bis 20kHz
Subsonic-Filter



Weitere Informationen zu diesem Verstärker:
T. Hartwig-Elektronik
Tel.: 05543 / 3317
THEL






Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 10:36
 
Who's Online
Besucher online für Röhrenverstärker Es sind 8 Gäste online
Werbung