Verstärker-Reparatur: Audio Note P4
Irgendwann müssen wir alle gehen: diese 300B tat's mit einem Knall… (2) |
| 01.02.2007 |
Ich hatte den Verstärker schon ganz vergessen, als mich der Besitzer eines Abends ganz verzweifelt anrief: »Du, aus einem Audio Note Verstärker hat es geblitzt und ganz fürchterlich gequalmt. Die ganze Bude stinkt. Kannst Du Dir das mal anschauen?«
Hört sich nicht gut an. Hört sich wirklich nicht gut an. Tage später brachte er die Monstergewichte (Monstergewichte deshalb, weil die P4 das Zeug haben, nicht nur gut zu klingen sondern auch bei seinem menschlichen Besitzer enorme Muskelmasse wachsen zu lassen, wenn er diese Trümmer häufig durch die Gegend schleppt) bei mir vorbei. Ich roch sofort den Braten: »Mindestens Widerstände und Kondensatoren. Wenn Du viel Pech hast, dann sind auch die Trafos hin.«
Nachdem nun die P4 Monoblöcke in die Werkstatt gewuchtet wurden, öffnete ich den Gehäusedeckel und dann sah ich schon das Malheur (das Wort Fiasko wäre treffender).
Oben an einer 300B-Röhre war ganz schlicht das Glas gesprungen und die Röhre zog Luft. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied im innern der Röhre, sprang das Glas dann einfach ab (ich habe die Scherbe dann später unter dem Ausgangstrafo gefunden).
Normalerweise hätte man das merken müssen. Irgendwie. Und normalerweise hätte eine Sicherung durchschmelzen müssen. Wie gesagt: normalerweise. Aber eine Sicherung kann nicht durchschmelzen, wenn sie erst gar nicht eingesetzt wird. Oder - um es anders zu formulieren: das was nicht da ist, kann auch nicht kaputt gehen. Logisch, oder?
Das dafür etwas anderes kaputt gehen kann, dürfte auch einleuchten. Oder?
Was also danach passierte, als die 300B Luft zog, darüber kann nur spekuliert werden. Versuchen wir uns mal in »Spökenkiekerei«.
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| Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 15:10 |