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05.02.2012. - 03:36

Guyatone Gitarrenverstärker


Ein preiswerter Fender-Clone (1)

01.03.2006


Gitarrenverstärker Guyatone

Nicht nur HiFi-Röhrenverstärker finden den Weg auf meine Werkbank, sondern in regelmässigen Abständen auch Gitarrenverstärker. Meist haben diese Röhrenverstärker schon eine kleine Werkstatt-Odyssee hinter sich. Entweder verlangte der Techniker für einen blossen Röhrentausch und Abgleich einen so hohen Preis, dass selbst Voodoo-Fetischisten die Zornesröte ins Gesicht steigt oder der Techniker war/ist schlichtweg nicht in der Lage, einen Gitarrenverstärker sachgerecht zu reparieren.

Jetzt steht ein Guyatone-Verstärker GA-1050 hier. Ein Modell, mit dem schon die Beatles zum »Tanz« aufspielten. Weitere Informationen zu diesem Röhrenverstärker sind allerdings kaum zu bekommen.

Da ja nicht jede Firma das Rad neu erfindet sondern sich ganz frei bei den Mitbewerbern bedient, versuchte ich mein Glück sofort bei Fender um Gemeinsamkeiten zu finden. Vox, Marshall und Gibson schieden von vorherein aus. Wenn ein britische Firma etwas abkupfert, dann auch nur von britischen Mitbewerbern (Gibson & Co ist amerikanisch). Aber auch Vox schied aus. Grund: die Endröhrenbestückung und das Netzteil.

Vergleicht man die Produktfotos von Fender und Guyatone so können Ähnlichkeiten nicht geleugnet werden. Auch in den Archiven und im Forumsarchiv gibt es Hinweise, dass Guyatone als Fender-Clone gedient hat. Der Fender Bandmaster-Amp AA-763 wies zumindest im Netzteil und im Endstufenbereich starke Gemeinsamkeiten mit dem Model GA-1050 von Guyatone auf. Und genau das brauchte ich auch. Der Vorstufenbereich allerdings ist wohl dem Fender Bandmaster Reverb Amp AA1069 entliehen, wobei die Röhrenbestückung mit ECC83 und ECC81 eher konventionell ausgefallen ist. Ganz auf Fender-Schaltpläne sollte man allerdings nicht bauen, denn es gibt durchaus Detailunterschiede.

Selbst das Verdrahtungslayout und die Bauteilepositionierung sind mit dem Fender-Amp (fast) identisch (AA1069). In der Annahme, dass sich die Siebkondensatoren direkt am Gleichrichter befinden, musste ich mich bei diesem Röhrenverstärker eines besseren belehren lassen. Sämtliche Siebkapazitäten sind oberhalb des Chassis in einem separaten Kasten untergebracht - weit entfernt von den schwitzenden Arbeitstieren: den beiden 6L6GC.



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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 15:10
 
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