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20.08.2008. - 18:42

Guyatone Gitarrenverstärker


Reparaturhinweise für alle Guyatone's (2)

01.03.2006


Guyatone: geplatzter Kondensator

Grund für die Reparatur war eigentlich nur der geplatzte Y-Kondensator am Ground-Schalter und die verbrauchten Endröhren. Weil aber der geplatzte Kondensator sein Innenleben gleichmässig im Chassis verteilte, war es unumgänglich zumindest Kontakte und Platinenleiterbahnen zu reinigen (Kontakt-LR, danach mit Alkohol getränkten Q-Tipps halfen etwas). Danach wurde der komplette Röhrensatz ausgetauscht und neu abgeglichen.

Bis auf das sporadisch einsetzende Krisseln und Prasseln läuft der Verstärker wieder und spielt seine 40W sehr druckvoll aus. Ursache für die Störgeräusche können sein: die nicht mehr ganz taufrischen Kohlemassewiderständen und Koppelkondensatoren. Diese werden aber erst später getauscht. Jetzt muss der Verstärker im Übungsraum zeigen, was er kann.

allgemeine Reparaturhinweise


Technische Informationen oder gar genaue Schaltpläne zu Guyatone-Verstärker zu bekommen, ist fast unmöglich. Wenn man aber weiss, dass diese Gitarrenverstärker ein Fender-Clone darstellen, ist die Suche nach einem geeigneten Schaltplan wesentlich leichter. Allerdings darf man sich hierbei nicht voll auf einen Schaltplan verlassen: Guyatone ist und bleibt ein Clone, d.h. er ist nicht ganz »kompatibel« zu Fender. Unterschiede gibt es vor allem im Vorstufen- und im Effektbereich. Eine unterschiedliche Röhrenbestückung zum Fender-Original ist dabei noch harmlos.

Diese Verstärker stammen zumeist aus den 1960'zigern und frühen 1970'zigern. Der Klang ist dementsprechend clean und hart. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, höre man sich entsprechende Musikstücke (z.B. Beatles, Rolling Stones etc.) aus dieser Zeit an. Meiner Meinung nach, kling der Clone dabei einen Tick »cleaner« als das Original.

Fendertypisch werden als Endröhren hauptsächlich 6L6GC-Röhren verwendet. Wenn diese Röhren ersetzt werden sollen, sollte man darauf achten, dass hier Röhren mit einem dicken Glaskolben verwendet werden (häufig werden diese Röhren auch als 6L6GTB angeboten, neuerdings auch unter einer jeweiligen Eigenmarke des jeweiligen Vertriebs. Gute Erfahrungen habe ich mit Groove-Tubes gemacht (General Electric). Normale 6L6GC-Röhren sind für diese Verstärker nicht oder kaum geeignet (bedingt durch die Class-B Einstellung).

Seltener sind Verstärker mit EL34-Bestückung anzutreffen. Es gibt zwar Fender-Verstärker, die mit 4x EL34 bestückt waren/sind (was wiederum ein Marshall-Nachbau darstellte), ob diese auch so von Guyatone verwendet wurden, kann nicht mit absoluter Sicherheit bestätigt werden. Vermutlich wurden EL34-Röhren nachträglich eingesetzt, um gezielt einen etwas weicheren Klang zu erreichen, denn die Schaltungsumgebung ist eigentlich für 6L6GC ausgelegt.



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Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 15:10
 
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