Das links abgebildete kunstvolle Arrangement, bestehend aus 4 Zenerdioden und einem Kondensator, war noch harmlos. Warum die Bastler bei einer solchen Konstruktion auf isolierenden Schlauch verzichten, ist mir ein Rätsel. Das die Dioden auch noch funktionierten ebenso. Allerdings haben sie das Auslöten nicht überlebt.
Richtig geschüttelt hat es mich, als ich die Widerstände einmal näher betrachtete. Besonders in der Vorstufe waren einige Widerstände nicht mehr zu identifizieren. Selbst das Messgerät versagte bzw. zeigte völlig irrwitzige Werte an, die in keinem Schaltplan eingetragen waren. Die Vermutung, dass auch diese Widerstände defekt waren tendierte also gegen 100%. Insgesamt mussten hier drei Widerstände ersetzt werden, die nur noch äusserlich wie Widerstände aussahen. Ausserdem: was machen denn MKS-Kondensatoren in einem sonst sehr hochwertigen Röhrenverstärker-Konzept?
Von dem Dreck, der sich auf der Platine angesammelt hatte, will ich jetzt schweigen. Nachdem ich die Platine mehrmals in den Händen hatte, überkam mich jedesmal das Bedürfnis in Sakrotan zu baden. Aber, schauen wir uns doch noch einmal die Lötseite an. Mal sehen, was wir da entdecken. Die nächsten Bilder lassen sich wie folgt zusammenfassen: braten, backen und zusammenpappen (Achtung: DAU-Alarm).
Braten, backen, zusammenpappen
Autsch!
Braten, backen und pappen - wohin man sieht. Ein kleines Detail kann man vor soviel Grauen jedoch leicht übersehen. Das Augenmerk bitte auf die Masse-Öse links oben richten durch die mal eine Befestigungsschraube führen wird…
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