Monoblock PPP 100W Experience, EL34, Netzteil, Widerstand Röhrenverstärker-Reparatur, HighEnd-GAU - Verstärker-Reparatur: PPP-Endstufe, Gehts noch schlimmer? Es geht: Widerstand-Verhau im Eigenbau (5)
Seiten: 1 2 3 4 5
20.08.2008. - 18:41

Verstärker-Reparatur: PPP-Endstufe


Gehts noch schlimmer? Es geht: Widerstand-Verhau im Eigenbau (5)

01.03.2006


Die Masseführung für den Vorstufenbereich mag fragwürdig erscheinen, ist sie aber nicht und auch nicht anders möglich, denn genau diese Verdrahtungsweise ist auf der Bestückungsseite der Platine angegeben, zudem ist die Netzteilmasse in dem PPP- Verstärker bereits mit dem Metallchassis elektrisch leitend verbunden.

Die Vorstufenmasse wurde nun einerseits zur Verstärkerplatine geführt (hier werden die Symmetrierwiderstände der Heizung auf Masse gelegt und von dort aus dann zurück zum Übertrager), andererseits erhält die Vorstufe auch über die Öse ihren Massebezug. Ich hielt das lange Zeit für einen Fehler des Bastlers. Dem ist scheinbar wohl nicht so, denn wie mir mehrfach bestätigt wurde, wird das Chassis auch als Masseleiter eben für diese Vorstufe verwendet!

Das ich aufgrund der Verstärkerplatinen etwas skeptisch geworden bin und sich nach dem ersten Testlauf mit neuen E34L-Röhren Brummen, Prasseln und Rauschen (zeitweise mit kompletten Aussetzern) einstellte, betrachtete ich nun die Netzteilplatine(n) etwas genauer.

Netzteil-Widerstände des PPP-Verstärkers

Also, das wollte ich nun gar nicht mehr durchgehen lassen. Neben der mittlerweile obligatorischen Platinenwäsche wurden neue Widerstände und Gleichrichter eingesetzt. Letzteres Bauteil liess sich einfach heraushebeln - von wegen gelötet. Die dicken Siebkondensatoren bekamen noch einen 100nF-Kondensator verpasst und auch die Entladewiderstände wurden erneuert. Quasi eine Totalsanierung.

Die Heizungs-Symmetrierwiderstände, die sich vorher irgendwo auf der Platine befanden, sind nun direkt am Netztrafo angebracht worden. Die ursprünglich eingesetzten 47Ω-Widerstände sind durch engtolerierte 100Ω-Widerstände ersetzt worden. Dann wurde noch die komplette Innenverkabelung erneuert (wobei ich die Heizung der EL34 komplett von der Platine weggehalten habe, immerhin fliessen hier knapp 9A) und die Erdung der Verstärkermasse abgeändert: sie geht nun über einen 100Ω-Widerstand zum Schutzleiter (dieser wiederum liegt direkt am Chassis).

Ach ja, diverse Schmelzsicherung - sowohl Netzseitig, als auch im Anodenstromkreis sorgen nun schon einmal für etwas mehr Sicherheit. Zwei zusätzliche Sicherungen je PPP-Monoblock sind im gemeinsamen Kathodenkreis der EL34 (E34L) angebracht worden und sollen hier vor weiteren Schaden schützen.

Ergebnis: zumindest an normale 90dB-Lautsprecher verhält sich die Endstufe ruhig und tut das, was sie tun soll: das Musiksignal verstärken. Was mir aber bis heute nicht einleuchten will: haben diese Monoblöcke überhaupt je funktioniert - oder wurde da etwas geflunkert?
Siehe Zitat auf der ersten Seite…

Schaltplan PPP-Verstärker
Schaltplan der PPP-Variante von Experience-Electronics

PPP von 1989 (Elrad) (ca. 199 kB )
Experience PPP von 1995 (ca. 29 kB )




… Zurück









Letzte Aktualisierung am 15.03.2007 - 15:11
 
Who's Online
Besucher online für Röhrenverstärker Es sind 9 Gäste online
Werbung