Trioden-Gegentakt 6AS7G, ECC82, ECC83, 12AU7, 12AX7 Aus Hören mit Hören - Röhrenverstärker - HighEnd mit 6AS7G, Feinschliff am Trioden-Gegentakt Verstärker
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01.12.2008. - 17:54

HighEnd mit 6AS7G


Feinschliff am Trioden-Gegentakt Verstärker

15.06.2006


Nun, nachdem das Netzteil »ausgedünnt« ist, jedem Triodensystem der 6AS7-Röhre ein Trimmpoti für die Ruhestromeinstellung spendiert und eine Stufengegenkopplung eingesetzt wurde, kann man den Verstärker ja schon einmal probehören. Hierbei wird man feststellen, dass der Verstärker »irgendwie frischer« klingt und auch »etwas schneller« geworden ist. Man könnte damit zufrieden sein. Könnte!

Unter bestimmten Bedingungen waren aber immer noch sog. Nachschwinger feststellbar. Ein Phänomen, welches ich nur bei übermässig dimensionierten Koppelkondensatoren festgestellt habe. Erste Versuche mit stark reduzierten Kondensatorwerten (mehr als ein Viertel des ursprünglichen Kapazitätwertes) beseitigten zwar die Nachschwinger, verschlechterten aber auch die untere Grenzfrequenz. Und das war ja nicht Ziel der ganzen Aktion.

Die ursprünglich eingesetzten 220nF-MKP Kondensatoren wurden durch je zwei parallel geschaltete Kondensatoren ersetzt:

  • ein 150nF / 630V Audyn Cap Zinnfolie
  • ein 47nF / 630V Styroflex
  • Das solch ein Kondensator-Konglomarat nicht unbedingt auf einhellige Gegenliebe stösst, ist mir durchaus bewusst, aber das Problem mit den Nachschwingern war damit erledigt. Angenehmer Nebeneffekt: durch das Zusammenschalten verschiedener Dielektrien wurde das Klangbild noch etwas besser und - bedingt durch die sehr geringen Kapazitätswerte - präziser.

    Im direkten Vergleich mit dem alten 6AS7G-Röhrenverstärker ist der »neue« Röhrenverstärker hinsichtlich Klangbild, Stabilität und Schnelligkeit vergleichbar mit einem Quantensprung. Diverse Hörtests mit den NuBox681 konnten absolut überzeugen.

    Übertrager für 6AS7G Röhrenverstärker

    Wirklich neu ist die Beschaltung der Sekundärseite des 6AS7G-Übertrager und natürlich der Übertrager selber. Nach einigem hin und her ist nun ein neuer Übertrager mit leicht geänderten Kenndaten erhältlich. Standardmässig verfügt der Übertrager über einen 4- und 8Ω-Anschluss. An dem nicht benötigten Anschluss wird der Übertrager gegen Masse quasi symmetriert. Das Zobelglied, bestehend aus Widerstand und Kondensator, wirkt stabilisierend bei schwierigen Lautsprechern. »Urplötzlich« abfallende Lautsprecherkabel verlieren mit dieser Anordnung ihren Schrecken. Dies ist jedoch nur ein Vorschlag. Hervorragende Ergebnisse konnten auch mit einer umgekehrten Anordnung erzielt werden. Hier muss man also selber intensiv hören, was besser gefällt.


    Damit wäre der Umbau eigentlich erledigt. Für einen Vollverstärker fehlt jedoch noch eine adäquate Eingangswahl. Hier bietet sich eine Platine an, auf der alle erforderlichen Bauelemente platziert werden können. Ach ja der Lautstärkeregler: ich persönlich setze ein 10kΩ-Poti (logarithmisch, Alps) ein.

    Wer einen Faible für Röhrentausch-Aktionen hat, der sollte für die Vorstufe entsprechende Langlebe-Röhren ausprobieren. Eine Auswahl von in Frage kommenden Röhren findet sich im linken Kasten (Röhren-Datenblätter).

    Der komplette Schaltplan mit geänderten bzw. neuen Bauteilwerten:
    Schaltplan zum 6AS7G-Vollverstärker

    Wer diesen Verstärker lediglich als Endstufe betreiben möchte, bzw. nur eine Signalquelle (z.B. CD-Player) zur Verfügung hat, kann auf die hohe Eingangsempfindlichkeit verzichten…



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    Letzte Aktualisierung am 24.06.2007 - 15:19
     
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