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01.12.2008. - 16:59

HighEnd mit 6AS7G


Der 6AS7G-Röhrenverstärker aus »Hören mit Hören« aufgebohrt

15.06.2006


6AS7G Röhre


Wie oft der 6AS7G Röhren-Vollverstärker aus meinem Buch Hören mit Röhren nachgebaut wurde, kann ich nicht sagen. Es müssen aber, wenn man die Anzahl der Rückmeldungen zugrunde legt, einige hundert Exemplare sein. Obwohl das Buch und damit der Schaltplan nun schon in die Jahre gekommen ist und sich einiges geändert hat (z.B. die Verfügbarkeit und Qualität der verwendeten Endröhren), erfreut sich dieser Verstärker nach wie vor grosser Beliebtheit und reger Nachfrage nach eventuell verfügbaren Verbesserungen.

Zeit also, diesen Röhren-Vollverstärker aufzubohren und aller 6AS7G-Hype zum Trotz (die übrigens erst durch das Buch entfacht wurde), das maximal mögliche aus dieser Schaltung herauszukitzeln. Entscheidendes Kriterium für dieses update ist einzig und allein das klangliche Ergebnis.

Das Konzept eines quasi-symmetrischen Verstärkers hat aufgrund der klanglichen Vorteile viele (mehr oder minder gute) Nachahmerschaltungen hervorgebracht. Obwohl das Schaltungskonzept an sich ein alter Hut ist, wurde es erst durch »Hören mit Röhren« und mit dieser Röhrenbestückung populär. Einige technischen Eckpunkte und Merkmale der Originalschaltung:

  • Leistung: knapp 15W
  • Frequenzgang: 16Hz - 35kHz (-3dB) bei 10W(!)
  • Betriebsart: Gegentakt-AB
  • Eingangsempfindlichkeit: 250mV
  • niedrigere Eingangsimpedanz
  • quasi-symmetrische Vorstufe
  • Umrüstung auf XLR-Eingang möglich
  • einfache Schaltung…
  • …daher auch für Anfänger geeignet
  • 6AS7G-Vollverstärker aus Hören mit Röhren
    Aus »Hören mit Röhren«: 6AS7G-Röhrenverstärker (1999)

    Die Ursprungsschaltung dieses 6AS7G-Verstärkers beinhaltete keine Gegenkopplung. Das machte diesen Verstärker einerseits recht pflegeleicht im Zusammenspiel mit den unterschiedlichsten Lautsprechern, andererseits wurde der Verstärker unter bestimmten Betriebsbedingungen instabil. Auch falsch dimensionierte Übertrager und/oder mangelnde Qualität der Endröhren selber führten oftmals zu Frustpotential.

    Diverse Experimente mit einer Über-Alles-Gegenkopplung (quasi als Notfallhilfe) erwiesen sich schnell als vergebene Liebesmüh': Der Klang verschlechterte sich proportional zur erzielten Stabilität. Man muss also die Sache ganz anders angehen. Ich konzentrierte mich daher zunächst auf das Netzteil.

    In der Ursprungsschaltung wurden die 6AS7G-Röhren über einen Röhrengleichrichter (GZ34 oder zwei parallel geschaltete EZ81), der Vorstufen- und Treiberbereich (ECC83 und ECC82) wurden hingegen durch einen Brückengleichrichter mit Spannung versorgt. Auffällig war, dass der Verstärker mit ganz viel µF-Siebungskapazität protzte - auch für die ECC83 und ECC82. Die Kanaltrennung erfolgte, damals ein Unikum, mittels kleiner Serienwiderstände und nachgeschalteter Siebungskapazität (man bedenke, dass damals für den High-fidelen Stereoliebhaber Monoblöcke ein unabdingbares Muss war).



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    Letzte Aktualisierung am 24.06.2007 - 10:32
     
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