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07.01.2009. - 19:00

Dynavox Verstärker-Tuning


Netzteilmodifikationen und erhöhte Betriebssicherheit im Dynavox (3)

04.01.2007


Verdrahtung des Netzteils im Dynavox-Verstärker

Wobei wir beim Thema sind. Holen wir also aus dem Netzteil 'raus, was herauszuholen ist. Wenn schon entkernen, dann richtig. Alle Röhren werden mit verdrillten Kupferkabeln an den Heizspannungsanschluss (6,3V~) angeschlossen. Während für die Vorröhre (ein kombiniertes Pentoden- und Triodensystem) der Klingeldraht reicht, ist für die sichere Heizung der Endröhren mindestens 1,5mm² Kabelquerschnitt erforderlich. Gleichspannung für die Röhrenheizung ist eigentlich nicht notwendig, kann aber für die Vorröhre 6F2 nur von Vorteil sein (wie bereits erwähnt, neigen diese Kombiröhren zu eigentümlichen Verhaltensweisen). Nach der gleichgerichteten Heizspannung von 6,3V erhalten wir über 8V. Das ist natürlich für die 6F2 zuviel. Ein 5V-Stabi (7805 mit hochgelegtem Massebezug) sorgt wieder für klare Verhältnisse!
Siehe auch Röhren richtig einheizen.

Die Heizung über die Platinenleiterbahn darf man nicht erst seit den »Telefunken-HZA- Röhren« vergessen. Man muss hierbei bedenken, dass über solche dünnen Leiterbahnen Ströme von über 3A fliessen. Das die 6,3V-Heizspannung mit zwei 100Ω-Widerständen symmetriert wird (am besten am Netztrafo selber), sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wem sich hier Fragezeichen zeigen, sollte das tunen in fachmännische Hände legen oder sich zunächst mit entsprechender Literatur begnügen.

Die eigentliche Arbeit kommt jetzt erst, denn das Hochspannungs-Netzteil muss komplett neu aufgebaut werden. Mit einem Mindestmass an Kanaltrennung, denn davon gibt es in der Ursprungsbeschaltung schlichtweg nichts. Übersprechdämpfung ist daher in den »Originalen« ein Fremdwort. Und 88dB Signal-/Rauschabstand macht auf den eingefleischten HighEnd-Bastler auch keinen allzu grossen Eindruck. Wie man allerdings auf etwa den gleichen Wert in der Übersprechdämpfung kommt, ist absolut schleierhaft.

Die ursprüngliche Siebkapazität von etwa 240µF (gebildet durch zwei seriell geschaltete 470µF Billig-Kondensatörchen) wird mit zusätzlichen 100µF »verstärkt« (seriell geschaltete 220µF-Kondensatoren). Mit dem neuen 7W-Serienwiderstand und der nachfolgenden Siebkette (rot gezeichnet) wird eine (für diese Zielsetzung) hinreichend gute Kanaltrennung erzielt. Noch mehr Farad ist nun wirklich nicht notwendig! Der Bereich der negativen Vorspannung bleibt soweit unverändert (die Potis sollten aber durch gute 0,5W-Typen ersetzt werden), bis auf den zusätzlichen Siebkondensator der den Arbeitspunkt der Endröhren, gerade unter Belastung, stabilisiert. Es reichen hier wirklich 10µF vollkommen aus. Diese sollten aber eine Spannungsfestigkeit von mindestens 100V aufweisen.

Das man gleich noch eine träge Schmelzsicherung in die Hochspannungsleitung einbaut (etwa das 2,5-fache des maximalen Strombedarfs, ggf. auf den nächst erhältlichen Wert aufrunden), sollte selbstverständlich sein. Das hat zwar nichts mit einem verbes- serten Klang zu tun, aber es erhöht die Betriebssicherheit ungemein. Ein NTC-10, primärseitig angeschlossen, ist ebenfalls anzuraten. Wie bereits gesagt: die 470µF Kondensatoren (250V) sollten durch hochwertigere Kondensatoren-Typen mit 350V Spannungsfestigkeit ausgetauscht werden.

Der Schaltplan verdeutlicht die notwendigen Modifikationen:
neues Netzteil Dynavox (ca. 18 kB )





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Letzte Aktualisierung am 04.08.2008 - 15:09
 
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