, Dynaco, Dynakit 6F2, ECF80, 6BL8, 6AN8,ECF82 Palcom, McFarlow, Dynavox-Röhrenverstärker - Dynavox Verstärker-Tuning, Sinnvolle Modifikationen im Verstärker (4)
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07.01.2009. - 17:44

Dynavox Verstärker-Tuning


Sinnvolle Modifikationen im Verstärker (4)

04.01.2007


Das war es eigentlich schon. Die Modifikationen am Verstärkerteil selber fallen äusserst moderat aus. Wer mehr will, der kommt um langwierige Experimente (besonders im Vorstufenbereich) nicht herum. Wer noch mehr will, kann sich den Kauf eines Dynakit-Mutanten schlicht und einfach sparen. Es sei denn, er gehört zur Spezies der Hardcore-Tuner.

Verstärkerröhre 6F2


Die Vorstufe und der Phasendreher wird (anders als beim Dynakit-Original) diesmal durch die Röhre 6F2 gebildet. Diese beinhaltet ein Pentodensystem für die Vorverstärkung und ein Triodensystem für die Phasendrehung.

Man kann die 6F2 in diesem Röhrenverstärker belassen, oder es einmal mit der ECF80 (oder ECF82, 6AN8, 7199…) versuchen.

Aber Achtung: die 6F2 ist nicht identisch mit den genannten Röhren. Am nächsten kommt dieser Röhre die 6BL8.

Ein blinder Röhrentausch - ohne jede Arbeitspunktanpassung - muss daher zu einem geänderten Klangverhalten führen, wobei diese Änderung durchaus einen positiven Aspekt haben kann.

Ursprünglich geht die Dynakit ST-70 Schaltungskonstruktion auf eine diskrete Bestückung zurück: in der Vorstufe je Kanal eine EF86-Pentode und als Phasendreher für beide Kanäle eine ECC82 (ECC81) Triode. Was dann als Endröhre eingesetzt wurde, ist bekannt: EL84, EL34, KT66 oder auch KT88 (seltener die 6550). Normalerweise ist das alles auch kein Problem und es reicht locker für 15 bis 45W. So denn das Netzteil und die Übertrager mitmachen.

Da es aber bei den Dynavox-Röhrenverstärkern nach Kosteneffezienz läuft, sind die angegebenen 35W (oder gar mehr) pro Kanal ein Wunschtraum, den man sich mit einem reinen Sinus (oder auch rosa Rauschen) und einem entsprechend eingestelltem Zeitfenster am Oszilloskop hochrechnen kann. Wattfetischisten haben also beim Dynavox keine Chance. Zumindest nicht bei den derzeitigen Modellen, die am Markt wie ein wild gewordener Grippevirus »grassieren«.

Die dargestellten Änderungen sind im u.a. Schaltplan gekennzeichnet. Alle Koppelkondensatoren sollten zudem gegen gute, spannungsfestere, MKP-Kondensatoren getauscht werden. Bei einer Versorgungsspannung von über 400V sind 400V-Kondensatoren nicht wirklich geeignet. Grösserer Aufwand bedeutet die Abstimmung der Gegenkopplung selber, wobei witzigerweise ein und die gleiche Gegenkopplung auch für KT88-Verstärker eingesetzt wird. Und das - das sollte einleuchten - funktioniert so schon einmal gar nicht.

Während Heathkit auf einen begrenzt einstellbaren Dämpfungsfaktor setzte, ist in meiner Variante einfach ein Poti in die Gegenkopplungsleitung eingeschliffen. Hier muss man nicht den angegebenen Wert nehmen, es erlaubt einem aber einen grösseren Einstellungsbereich und damit die optimale Anpassung an vorhandene Gegebenheiten (Lautsprecher). Der Kondensator für die frequenzabhängige Gegenkopplung soll überschäumende Höhen dämpfen. Man kann (sollte) daher auch einmal ausgiebig mit diesem Kondensator »herumspielen«. Die Höhen dürfen dabei keinen Ohrenschmalzziehereffekt aufweisen, obwohl dies von vielen HighEnd-iandern so favorisiert wird.

Ein wichtiges Merkmal ist jedoch das Zobelglied an der Sekundärseite des Ausgangsübertragers. Er schützt den Übertrager (zusammen mit der Gegenkopplung) vor »permanent abfallende Lautsprecherkabel«, also vor Leerlauf. Gleichzeitig wirkt das Zobelglied stabilisierend auf die komplexe Last, sprich Lautsprecher.

Das war es schon. Zusammen mit neuen und guten Endröhren erhält man so einen Röhrenverstärker mit dem man zumindest einige Zeit relativ gut leben kann. Weil die Übertrager nicht ausgetauscht wurden, schaffen wir zwar immer noch nicht die 20Hz ohne Abschwächung (die Bleche eben), aber immerhin lässt sich damit der Verstärker auf etwa 30W mit einem einigermassen vernünftigen Frequenzgang jubeln (bei einer Eingangsempfindlichkeit von 550mV). Der Arbeitspunkt der EL34-Endröhren sollte bei etwa 32mA liegen (gemessen mit JJ-Röhren, mehr BIAS geht allerdings nicht, da der Netztrafo dann anfängt zu streiken).

Der Schaltplan zum Dynavox-Verstärkerteil:
Dynavox-Verstärker (ca. 24 kB )



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Letzte Aktualisierung am 24.04.2007 - 09:25
 
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