, Dynaco, Dynakit 6F2, ECF80, 6BL8, 6AN8,ECF82, EL34, E34L, 6L6GC, KT88 Palcom, McFarlow, Dynavox-Röhrenverstärker - Dynavox Verstärker-Tuning, Ohne Voodoo und Zauberei: mehr geht nicht im Dynavox (5)
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07.01.2009. - 19:04

Dynavox Verstärker-Tuning


Ohne Voodoo und Zauberei: mehr geht nicht im Dynavox (5)

04.01.2007


Wo wir schon beim Ruhestrom sind: die 10Ω-Kathodenwiderstände der Endröhren sollten durch MOX-3W Widerstände getauscht werden. Die Bremsgitterwiderstände dagegen durch 5W-MOX. Theoretisch würden 2W-Widerstände locker reichen, aber: Sicher ist sicher. Die eingesetzten Kohlewiderstände wirken nur dick und können schneller als gedacht abfackeln. Die klanglichen Auswirkungen dieser Maßnahmen wirken eher diffiziel und bringen für sich alleine genommen nichts. Hier geht es schlichtweg um Betriebssicherheit. Und wo wir schon bei den Widerständen sind: es macht durchaus Sinn, einfach alle Widerstände durch Metallwiderstände (5% Toleranz reicht) auszutauschen.

geschmorter Kathodenwiderstand im Dynavox

Tuning durch Röhrentausch?

Blinder Aktionismus und Voodoo-Glaube sowie durchgeknallte Röhrentausch- Versuche haben mit HiFi in etwa soviel zu tun, wie China mit Umweltschutz. In diesem Verstärker sollten EL34 (E34L) Röhren eingesetzt werden und keine 6L6GC-Derivate (aus welchem Herkunftsland auch immer) oder KT77 (oftmals eine umgelabelte EL34 in einem anderen Glaskolben). Das sich der Verstärkerklang ändert, wenn eine EL34 gegen eine 6L6GC (5881) getauscht wird, ist umso verständlicher, wenn man sich auch einmal mit dem Verstärker- Innenwiderstand und Ruhestromeinstellung beschäftigt. Abgesehen von einer satten Fehlanpassung des Ausgangsübertragers der aktuell (oder eigentlich immer schon) einen Raa von 4300Ω aufweist. Leider hält sich dieser Nonsens hartnäckig. Siehe auch Röhrentausch.

Auch liest man häufig das EL34 von Electro Harmonix besser seien als EL34 von Sovtek und diese wiederum wären besser als EL34 von Mullard (oder umgekehrt - je nach Mondstand und Jahreszeit). Diverse Firmen fördern diese Meinungs- haltung geradezu. Doch auch hier gilt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Gerade der gepuschte Shooting-Star am HighEnd-Röhrenhimmel Electro Harmonix (EH) tut sich hier hervor. Dabei waren Sovtek-Röhren eigentlich immer schon gut zu gebrauchen….

Zum guten Schluss: der Schutzleiter (Erde) hat an der Schaltungsmasse nichts zu suchen. Zumindest nicht direkt. Über einen Widerstand entkoppeln wir die Masse vom Schutzleiter und verhindern Brummschleifen die durch Anschluss eines weiteren geerdeten Gerätes entstehen. Das ist durchaus legitim und absolut TüV-tauglich - solange das Chassis direkt geerdet ist.

Dynavox Softcore-Tuning: das Ende

Wie gesagt, insgesamt eine sehr moderate, aber die einzig sinnvolle Tuningaktion. Viel mehr ist nicht drin (ausser das man noch mit einigen Werten experimentieren sollte). Wenn man noch den Übertrager tauscht, dann ist sogar noch mehr drin. Aber dann kann man gleich einen Bausatz von (z.B.) Welter kaufen.

Zu dem engagierten Artikel »Pimp my tube« aus der HiFi-Gazette Klang & Ton bleibt nicht viel zu sagen, ausser das man doch besser bei den Lautsprechern bleiben sollte. Mit Heinz Schmitt wurde scheinbar auch die (s)fachliche Kompetenz begraben.

Und was sich die Stereoplay in der Ausgabe 4/2005 unter dem Titel »Gebrüder Glimm« leisteten, schrammt schon gefährlich nahe an Volksverdummung vorbei. Hier schob man das »dünne Klangbild« ganz einfach auf die »nicht-formierten« Elektrolytkondensatoren. Was formieren bedeutet, kann man hier nachlesen.

Nachtrag zum Dynavox-Tuning

Einige »Experten« empfehlen Koppelkondensatoren ab 1µF aufwärts. Da bleibt nur eloquentes Kopfschütteln übrig, denn mit solchen dicken Kapazitäten handele ich mir mehr Nachteile ein, als man zunächst vermuten würde. Es wird hierbei auch keineswegs der Frequenzgang beeinflusst (also das, was schlussendlich am Lautsprecher ankommt), denn dieser wird durch den Übertrager bestimmt. Die von mir eingesetzten Kapazitäten sind schon sehr grosszügig dimensinoniert. Wer echte 20Hz bei 30W geniessen will, muss andere Wickelpakete einsetzen.

Auch der Einsatz eines Brückengleichrichters anstatt eines Einweggleichrichters für die negative Vorspannung macht nicht viel Sinn, kann sogar zu Problemen führen. Die von dem Netztrafo zur Verfügung gestellte Wechselspannung ist mit etwa 70V selbst für 6550 oder KT88 Röhren vollkommen ausreichend. Die durch den Brückengleichrichter generierte Gleichspannung von knapp 100V(!) ist zuviel. Den standardmässig vorhandenen Brumm vermindere ich mit solchen Massnahmen auch nicht. Wenn die Trafospannung etwa 50V betragen würde - wäre das etwas anderes…



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Letzte Aktualisierung am 08.07.2007 - 11:37
 
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