, Dynaco, Dynakit, Palcom, Dynavox Ultralinear-Röhrenverstärker ECC81, ECC82, ECC83, 6SN7, 6SN7GT, EL34, 6550 Tunen - Röhrenverstärker-Tuning, Von EL34 zur 6550 oder das HiFi-Paradoxon: es klingt und es klingt doch nicht (5)
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20.08.2008. - 18:50

Röhrenverstärker-Tuning


Von EL34 zur 6550 oder das HiFi-Paradoxon: es klingt und es klingt doch nicht (5)

11.04.2007


EL34 vs. …

Nach einer etwas längeren Feinabstimmung konnten die vier EL34 schon richtig Dampf machen und durchaus begeistern. Der übliche Hörtest mit den musikalischen Gemeinheiten (u.a. Frank Fischer und Garden of Delight) meistert der umgebaute Chinese dann auch, mehr oder minder, mit Bravour. Sogar besser als erwartet: die Bassriffs des Frank Fischer sitzen. Die Nubert-Lautsprecher reproduzieren den Bass, als ob es das leichteste der Welt wäre. So klar habe ich den Bass eigentlich noch nicht gehört (das liegt, um es klar zu stellen, weniger an dem Verstärker sondern vielmehr an den Lautsprechern). Im direkten Vergleich klingt der EL156-Eintakter angestrengt. Da macht sich die Leistungsreserve doch deutlich bemerkbar. Trotzdem, irgendwie hatte man das Gefühl, das es bei einigen Musikstücken nicht ganz rund lief.

Bei aller Euphorie: nichts gegen einen guten Übertrager. Ein Test mit »richtigen« Übertragern (extra für die Zwecke gewickelt) zeigte es sehr deutlich. Trotz des abenteuer- lichen Testaufbaus klang es besser und ausgewogener. Unten herum schien alles da zu sein und damit wurden auch die Höhen, wie ich meine, richtig dargestellt - nicht ganz so spitz wie zuvor.

Da ich aber doch etwas anderes mit diesem Verstärker vorhatte - nämlich einen ganz verwegenen Röhrentausch - wollte ich mal hören, was denn die 6550 in diesem Verstärker so produzierten. Nicht das ich mehr Watt erzielen möchte, nein, es geht mir um etwas anderes: den Klang. Auch wollte ich damit ausprobieren, ob sich einige China- Röhrenverstärker nur dadurch unterscheiden, das sie eine andere Röhrenbestückung aufweisen. Die (theoretischen) Voraussetzungen sind gegeben. Frisch ans Werk.

… 6550

6550 Röhrenverstärker

Nachdem die 6550 eingesetzt waren und der BIAS entsprechend eingestellt war, folgte der gleiche musikalische Testparcours wie schon vorher mit der EL34. Bis auf den BIAS (Ruhestrom) wurde an der Schaltung nichts geändert. Selbst die Gegenkopplung blieb gleich.

Aufgrund von geänderten Röhren-Innenwiderständen der 6550 wies der Verstärker nun einen anderen Dämpfungsfaktor auf. Und ein anderer Dämpfungsfaktor zieht unweigerlich ein anderes Klangverhalten nach sich. Es war aber schon erstaunlich: die musikalische Darbietung drang nun wesentlich druckvoller aus den Lautsprechern. Für die Nubert gerade richtig, für andere Lautsprecher schon wieder viel zu viel. Der digitalisierte Kanonendonner von der 1812 Overtüre machte dann auch zweierlei deutlich: erstens ist der Verstärker schnell und impulsgetreu und zweitens wurde klar, dass drei neue, dickbauchige, Rotweingläser angeschafft werden müssen, da die alten Gläser den Vibrationen nicht standhielten und sich wie Lemminge vom Sideboard stürzten.

6550 Röhrenverstärker am Oszilloskop

Eigentlich hörte es sich alles gut an. Und auch das Rechteck liess eigentlich keine Wünsche offen. Leichte Schwinger - ansonsten sauber. Zeit für eine Feinabstimmung.

Neben diversen Experimenten mit dem Ruhestrom für die 6550 wurde auch intensiv nach der richtigen Gegenkopplung geforscht. Das hört sich leichter an, als getan und irgendwann habe ich meinen inneren Frieden mit 40mA Ruhestrom je 6550 geschlossen. Mit einer doch recht »aufwändigen« Über-alles-Gegenkopplung konnten dann auch die (für meine Begriffe) zu spitzen Höhen gezügelt werden - ohne das die Spritzigkeit verloren geht.

Fazit des Röhrentauschs

Also, so einfach ist das alles nicht. Abgesehen vom Aufwand, den man betreiben muss, damit auch die 6550 vernünftig arbeiten, gab es auch Probleme mit dem Netztrafo, der - entgegen seinen Leistungsdaten - nur widerwillig zu einer Zusammenarbeit mit den 6550-Röhren überredet werden konnte. Und so also bleibt es bei den EL34-Röhren mit einer maximalen Ausgangsleistung von »nur« 30 Watt.



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Letzte Aktualisierung am 24.04.2007 - 18:38
 
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