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20.08.2008. - 18:41

Röhrenverstärker-Tuning


Vom hässlichen Verstärkerlein… (2)

11.04.2007


Röhrenverstärker Chassis

Als »Ausgangsprodukt« diente mir der schon etwas ältere McFarlow-Röhrenverstärker. Potthässlich ist gar kein Ausdruck: mattschwarz - durch und durch. Und als einzigster Eyecatcher ein aufgeklebter Messingbeschlag mit der Gravur AVR-70 (nachdem das Messingschild entfernt war, konnte man den Schriftzug F1 MK-II entziffern).

Als Vorstufenröhre arbeitete hier ursprünglich eine ECF80-Röhre. Die Endröhren wurden durch vier EL34 gebildet, wobei diese Röhren zu der billigsten Sorte gehören, die China zu bieten hatte. Zwei Stück davon waren bei Einlieferung defekt, die anderen zwei lohnen nicht, sie abzubilden. Gegen die Wand geknallt produzieren sie aber einen satten Sound.

Das Chassisblech ist, um es vorsichtig auszudrücken, anschmiegsam und erhält nur Stabilität, wenn die obere Deckenplatte aufgeschraubt ist. Mich wundert es immer noch, wie das Dosenblech die Trafos hält. Die Ausbrüche aber sind sauber und ohne Grat. Die beiden hinteren Löcher - da wo die beiden Elkos herausschauen - haben einen gewaltigen Durchmesser. Was liegt da näher als dort etwas Besseres zu installieren?

Die auf der Frontseite angebrachten RCA-Buchsen störten gewaltig und ich habe lange hin und her überlegt, was man da wohl hinsetzen könnte bzw. wohin der NF-Eingang ganz sicher wandern wird.

Hatte ich schon irgendwo auf meiner Website vermekt, dass ich schwarzen Kisten (egal ob als Schallwandler oder Elektronikumhüllung) absolut nicht ausstehen kann? Das das Chassis sich also anders präsentieren muss, war von Anfang klar. Aber wie?

Und dann war da noch die Vorstufe. Lasse ich es bei dem Pentoden-Trioden System oder - weil ich eh was anderes damit vorhatte - ändere ich hier diesen Bereich komplett? Wohlwissend, dann einen neuen Röhrenverstärker zu haben, der mit dem Original nun gar keine Gemeinsamkeiten mehr aufweisen wird.

Mit all diesen Überlegungen ging ich etwa zwei Wochen lang schwanger und dann stand das Ergebnis fest: die ECF80 wird ersatzlos herausfliegen. Ihre Aufgabe soll auf eine ECC81 und ECC82 verteilt werden. Pro Kanal versteht sich. Als Ersatz für die RCA-Buchsen ist mir nichts rechtes eingefallen ausser zwei LED's in die verhandenen Löcher zu dröseln. Und das der Messingbeschlag weg musste, war auch beschlossene Sache. Nur die Farbe des Chassis machte Sorgen.



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Letzte Aktualisierung am 19.04.2007 - 20:29
 
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