, Dynavox, EL34, ECC83, ECC82, 12AX7, 12AU7, TAC-834 - Dynavox VR80 Verstärker-Tuning, Glühende HiFi-Leidenschaft oder HiFi welches Leiden schafft (1)
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18.05.2012. - 02:50

Dynavox VR80 Verstärker-Tuning


Glühende HiFi-Leidenschaft oder HiFi welches Leiden schafft (1)

03.04.2007


Röhrenverstärker Dynavox VR80e

Dieser Artikel erfuhr nun mehrere Revisionen. Die neueste Revision findet sich auf der letzten Seite und behandelt kurz den TAC-834, eine Stereoversion des VR-80. Da es sich prinzipiell um die gleiche Schaltung (mitsamt deren Fehlern) handelt, erfolgte kein separater Artikel zu dem TAC-834!

Prolog

Ja, ich gebe zu und habe mich aufgrund eines Stereoplay-Artikel verführen lassen. Jetzt habe ich diese Dynavox VR80 hier, aber irgendwie…. Aufgrund des Preisverfalls der noch so gut wie neuen Geräte möchte ich sie nicht verkaufen. Was kann man machen, um diese Verstärker etwas aufzupeppen? Klanglich und Sicherheitstechnisch?

Ach, ein Dynavox mal wieder. Ich bat um Zusendung der Verstärker und dann - »mal sehen«. Innerlich stellte ich mich auf einen gebrückten Dynavox VR70-Verstärker ein - einen zu einem Monoblock gebrückter 35W-EL34-Röhrenverstärker. Genauso wie »sie« es schon einmal getan haben. Das Schaltungsdesign kennt man und weiss, wo man ansetzen muss. Keine Überraschungen also und leichtsinnigerweise sicherte ich schnelle Bearbeitung zu.

Während die Röhrenverstärker nun unterwegs waren, machte ich mich auf die Suche nach einem VR80-Schaltplan. Ergebnislos. Selbst die Nachfrage bei den üblichen Verdächtigen verlief ins Leere. Einen Plan für den VR70E könne ich bekommen. Danke, aber die habe ich selber. Reichlich und in (fast) jeder Variation. Dafür bekam ich wieder einmal die unterschiedlichsten technischen Daten des VR80 präsentiert. Offiziell gesichert ist 80 Watt (RMS!) pro Monoblock und ein Frequenzgang jenseits von Gut und Böse: 15Hz bis 100kHz (mit dem üblichen ±1,5dB). Mit viel Goodwill kann diese Angabe stimmen - wenn man den Verstärker nicht voll aussteuert und es dann überprüft, denn es steht zu vermuten, dass die Trafobleche nach wie vor aus der unteren Preiskategorie stammen und der Übertrager diesen Frequenzgang gar nicht schafft (was er auch nicht tat).

Als nun die Verstärker hier eintrafen und ausgepackt wurden, war es wieder da, das Dejavu-Erlebnis. Ob TAC-34, VR70, Palcom oder wie auch immer: gleiches Chassis, gleiche Anordnung, also auch eine sattsam bekannte Schaltung. Nur die Röhrenbestückung 12AX7, 12AU7 und 4x EL34 machte mich etwas stutzig. Sollte hier etwa ein verkappter TAC-34 arbeiten? Bei »denen« ist ja nichts unmöglich. Ach ja, das Dynavox-Logo sieht nun auch anders aus. Man merkt, es geht »denen« nicht um eine Marke.

Also machten wir uns (die Verstärker, einige Lautsprecherpaare und ich) nach einer Aklimatisierungsphase zu einem Hörtest auf. Da der Leser über Lautsprecher verfügt die nach wattstärkeren Verstärker schreien, kamen nur meine 88dB- Lautsprecher und die Tizio von Intertechnik zum Einsatz. Der Hörtest erfolgte einmal mit dem mitgelieferten Dynavox-Vorverstärker und einmal ohne. Da die VR80 über einen Lautstärkepoti verfügten, war die direkte CD-Player Versorgung problemlos möglich.

Kurz gesagt: wer nichts anderes kennt, der kann an dem Klanggeschehen Gefallen finden. Wer jedoch schon einmal einen gut abgestimmten EL34-Röhrenverstärker gehört hat (meinethalben auch einen KT88- oder 6550-Verstärker), der wird sofort hören, dass das Klanggeschehen etwas dünn ist. So wie eine Suppe ohne Salz oder wie Tomaten aus Holland. Oder um es anders auszudrücken: der Klang hängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Da konnte auch die Optik nichts daran ändern.

Klarer Fall dachte ich. Doch die Überraschung folgte noch. Also alles wieder in die Werkstatt verfrachtet und flugs die 2mm dicke Stahlblech-Bodenplatte abgeschraubt.



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Letzte Aktualisierung am 05.04.2011 - 08:16
 
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