improved-srpp - SRPP Verstärker mit ECC83, SRPP mit ECC83 Alles über SRPP-Röhrenverstärker - SRPP Verstärker-Tuning, Von leichte Unsauberkeiten und Improved-SRPP (4)
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09.09.2010. - 07:43

SRPP Verstärker-Tuning


Von leichte Unsauberkeiten und Improved-SRPP (4)

16.02.2006


Ein Wort noch zur Messtechnik und den Optimierungsversuchen. Man kann an SRPP solange herummessen und herumdoktern, bis man schwarz, irre oder beides geworden ist. Der Klang wird nie zufriedenstellend sein, obwohl messtechnisch alles in Ordnung ist (was allerdings auch nicht weiter schwierig ist). Eine exakt abgeglichene SRPP-Linestufe, von mir aus mit einer ganz leichten Gegenkopplung, klingt wie ein hochgezüchteter Transistorverstärker und damit eben beschissen. Man hat also eher damit zu kämpfen, der SRPP ein paar leichte Unsauberkeiten bzw Oberwellen »beizubringen«. Viele industrielle SRPP-Modelle schalten deshalb eine einfache Trioden-Verstärkerstufe davor. Die dadurch erzeugten Oberwellen verstärkt die SRPP dann prima mit und der Klang gewinnt. Der Mehraufwand ist allerdings enorm.

Luxman SRPP-Vorverstärker

Diese Line-SRPP funktioniert schon ganz gut. Lediglich mit der Gegenkopplung kann und soll etwas experimentiert werden. Ein Richtwert für den Widerstand wäre etwa 220kΩ. (Spätestens hier sollte klar sein, dass ich wieder rückfällig geworden bin.)

Improved-SRPP

Wie bereits erwähnt, kann man die beschriebenen Schwierigkeiten mit Halbleiter (in diesem Fall ein N-Kanal FET) mit vertretbarem Aufwand umgehen. Der Umbau einer bestehen SRPP-Schaltung (wie eben z.B. auch die Elektor-SRPP) ist somit relativ leicht zu bewerkstelligen. Diese Schaltung ist auch als Improved-SRPP bekannt und wird auch entsprechend vermarktet.

Wie zuvor erwähnt, arbeitet das obere Röhrensystem als Quasi-Stromquelle (wenn auch mehr schlecht als recht). Bei der Improved-SRPP ersetzt man nun das obere Röhrensystem durch eine »echte« Stromquelle und erhält dadurch wesentlich stabilere Betriebsverhältnisse für die untere Röhre.

Auch hier sollte man mit einer dezenten Gegenkopplung experimentieren, um das Rauschen in den Griff zu kriegen, den diese SRPP gnadenlos präsentiert. Die Verstärkung sinkt zwar dadurch aber ich denke nicht, dass eine mehr als 10-fache Verstärkung für heutige Endverstärker nötig sind. Der Ausgangswiderstand pendelt sich, je nach Gegenkopplungsgrad, um unter 100Ω ein.

Der Vorteil einer solchen hybriden Verstärkerstufe ist, dass die untere Röhre einen wesentlich stabileren Arbeitswiderstand »sieht«. Thermische Drift und Verschleiss (pfeifen) gehören damit auch der Vergangenheit an.

Setzt man nun noch eine andere Röhre ein, z.B. eine PCC88 oder 6DJ8 (die sich übrigens beide problemlos mit 6,3V/300mA beheizen lassen), dann erhält man eine noch höhere Verstärkung. Der Anschluss eines Kopfhörers ist damit auch problemlos möglich. Aufgrund der dann extrem hohen Signalpegel die durch das billige Kabel (Kabelkapazitäten, linksdrehende Sauerstoffmoleküle und sonstiger Voodoo haben keine Chance) zum Endverstärker geschickt werden, empfiehlt sich eine Pegelabschwächung in der Endstufe. Mit etwa 25Vss dürfte jeder Verstärker »etwas« überfordert sein.



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Letzte Aktualisierung am 20.07.2007 - 11:02
 
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