Dynavox Vincent TAC34 - TAC88 Verstärker Tunen - Röhrenverstärker-Tuning, Tic-Tac-Toe: TAC34 / TAC88 Röhrenverstärker (1)
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18.05.2012. - 02:51

Röhrenverstärker-Tuning


Tic-Tac-Toe: TAC34 / TAC88 Röhrenverstärker (1)

11.03.2007


Dieser Artikel zum Röhrenverstärker TAC-34 ist überarbeitet worden. Neben neuesten Erkenntnissen, bedingt durch unterschiedliche Chargen, ist auch ein Fehler im TAC34 Schaltplan (Netzteil, falsche Elko-Polung bei der negativen Vorspannung) korrigiert worden!

Röhrenverstärker TAC34
TAC-34

Billige Röhrenverstärker aus China sind wie eine Pralinenschachtel.
Man weiss nie, was man bekommt.

(Frei nach »Forrest Gump«)


Bei der Recherche zu dem Tuning-Artikel Dynakit-Dynavox stiess ich auch auf TAC-34 bzw. TAC-88 Röhrenverstärker. Obwohl mein Röhrenverstärker schaltungs- technisch dem eines Dynavox glich, verdichteten sich die Hinweise, das es aufgrund der verwendeten Bauteile (Trafos, Übertrager), Platinen und dem Chassis-Design eine enge Verwandtschaft zu den TAC-34 und/oder TAC-88 Verstärker geben muss.

Und so sieht der oben abgebildete Röhrenverstärker »meinem« Dynavox-Verstärker (der natürlich nicht Dynavox hiess, sondern F1 MK-II oder McFarlow oder …) verdammt ähnlich. Vincents TAC-88 dagegen sieht schon etwas anders aus, obwohl der Netztrafo dergleiche ist, der auch im TAC-34 Verwendung findet.

Röhrenverstärker TAC88
TAC-88

Klassisch, geradezu typisch, ist jedoch die Art, wie die technischen Daten präsentiert werden. Laut Recherche bei mehreren Anbietern soll der TAC-34 50W bei einem Frequenzgang von 20Hz bis 60kHz (±1,5dB) leisten können. Mit EL34 wohlgemerkt. Der TAC-88 mit seinen KT88-Röhren leistet dagegen »nur« 55W pro Kanal bei 10Hz bis 50kHz (±1,5dB). Aha. Trau schau wem.

Zumindest die Aussage für den mit EL34 bestückten TAC-34 ist äusserst fragwürdig, denn das würde bedeuten, dass der Verstärker nahe Class-B läuft und damit einen Gitarrenverstärker zu Ehre gereicht. So verwegen sind selbst die mutigsten Hersteller von Gitarrenverstärkern nicht.

Der Frequenzangabe ist zudem garantiert nicht auf die maximale Leistung bezogen, sondern realistischerweise wohl auf 1W. Je mehr Leistung nun von dem Röhrenverstärker gefordert wird, desto mehr verschlechtert sich der Frequenzgang. Wenn der Verstärker tatsächlich 50W (oder gar 120W RMS mit 4 EL34) abgeben sollte (was er allein aufgrund der Netzteil-Dimensionierung gar nicht kann), dann haben wir bei Maximalleistung eine untere Grenzfrequenz die mit HiFi nun gar nichts mehr zu tun hat. Übrigens: ein sonst baugleicher TAC-34 wird, mit einer anderen Optik und magischen Augen ausgestattet, als 40W-Röhrenverstärker angeboten. Bei sonst gleichem Schaltungsdesign! Trau nochmal und schau wem.

Sowohl der TAC-34 als auch der TAC-88 ist kein sooo billiges »Hören mit Röhren Vergnügen«. Verglichen mit hiesigen Anbietern aber immer noch ein Schnäppchen. Aber - jetzt kommt es - der Preis sollte keineswegs darüber hinweg täuschen, dass diese Verstärker immer noch als Billig gelten müssen und an allen Ecken und Kanten gespart wird. Ein flüchtiger Blick auf die Original-Schaltpläne zeigt zunächst nichts auffälliges.

Schaltpläne:
Original-TAC34 (ca. 48 kB )
Original-TAC88 (ca. 136 kB )



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Letzte Aktualisierung am 09.02.2011 - 06:39
 
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