TAC-88
Bei dem TAC88 hingegen stimmt ebenfalls etwas nicht. Wer aus zwei KT88 in Push Pull lediglich 55W herausholt, unterfordert diese Röhren etwas, die locker für saubere 70 bis 80 Watt gut wären. Da sich aber das Schaltungsdesign des TAC88 seit jeher nicht geändert hat und im ursprünglichen Schaltungsdesign KT100-Röhren eingesetzt waren, sind es eben »nur« 55W. Die aber sind echt und ohne Probleme erzielbar. Lediglich beim unteren Frequenzgang würde ich gewaltige Abstriche machen: Sowohl beim TAC34 als auch beim TAC-88 setzt man realistischer Weise besser 20Hz an.
Gut sichtbar auf dem obigen Photo ist, dass mit dem gleichen und altbekannten Chassis-Layout gearbeitet wird. Die wuchtigen KT88-Röhren passen so gerade eben. Aufgrund ihrer nahezu siamesischen Anordnung tut der Hersteller auch gut daran, den Röhren nicht mehr Leistung abzuverlangen!
Der Grund, dass für diese Verstärker eine Extra-Rubrik geöffnet wurde, liegt in eben der Recherche-Arbeit zu Dynavox-Verstärker begründet. Wer die TAC-Verstärker entsprechend tunen will, dem sei zunächst der Dynakit- bzw. Dynavox-Artikel ans Herz gelegt mit dem besonderen Vermerk, als erstes eine Schmelzsicherung in die Hochspannungsleitung einzubauen und dann die Koppelkondensatoren gegen gute MKP und vor allem spannungsfestere Typen auszutauschen.
-- Schnitt -- 06.11.2009
Und hier kommen die eigentlichen Ergänzungen. Erweiterungen. Updates. Nennen Sie es, wie Sie es wollen.
Mein Glück war, dass der Kunde überaus geduldig war. Was zeitlich schief gehen konnte, ist schief gegangen. Just in dem Moment, wo der Lötkolben heiss war, gab es mehr oder minder echte Notfälle der unterschiedlichsten Art. Aber es hat doch noch hingehauen. Der Kunde hat nun einen Verstärker, wo sich, bis auf das Signet an der Frontplatte, nichts mehr auf der chinesischen Herkunft schliessen lässt. Naja. Fast, denn die Trafos mussten schon bleiben.
Aber es war schon ein Schlachtfest, diesmal. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, wurde ausgelötet, gesammelt und in der Nordsee verklappt. Wenn schon, denn schon. Aber: Kein ominöser Tausch von Kondensatoren und kein Hinzufügen von Bauteilen, die hier nicht hingehören. Die Jungfrauen, die bei Vollmond um das eine oder andere Bauteil tanzen, mussten auch zu Hause bleiben. Dafür gabs einen tiefen Griff in die NOS-Bauteilkiste.
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