Single-Ended L'Audiophile 300B Legend, WE310A, WE 310A, Monoblöcke Legendärer amerikanischer Röhrenverstärker auf französische Art (1)
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23.02.2012. - 08:37

L'Audiophile 300B Legend


Legendärer amerikanischer Röhrenverstärker auf französische Art (1)

10.12.2010


Audiophile 300B Legend

Anmerkung: Ist dieser Artikel nun ein Bericht über die Reparatur eines Röhrenverstärkers oder ein customize (tuning)? Ein bisschen von beiden. Fifty-Fifty, würde ich sagen, deshalb wurde dieser Artikel auch entsprechend verlinkt…

Wahrhaft aristrokatische Ausmaße, diese 300B Monoblöcke. Französische Aristrokatie, versteht sich. Gross. Wuchtig. Von edlem Geschlecht. Und wertvoll. Nicht wegen irgendwelcher Insignien, die den gesellschaftlichen Status darstellen wollen. Das, was diese Aristrokaten so wertvoll macht, ist die Röhrenbestückung. Wie zu Zeiten des legendären Single-Ended WE-91A Verstärkers sind die beiden Franzosen standesgemäss gut bestückt mit je einer WE 310A, WE 300B und 5R4WGA. Alles Originale, versteht sich. Letztere Röhre übrigens in der JAN-Ausführung (Joint Army Navy, also eine waschechte Röhre aus dem Military-Discount). Allein für die originale WE 310A wäre heute so mancher bereit, eine neue Revolution anzuzetteln oder sonstwie einen Deal der unmoralischen Art einzugehen.

Bevor ich aber die Monoblöcke hier hingestellt bekam, mussten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden. Das hat sich die Versicherungsgesellschaft ausgebeten. Etwas über eine Woche patroullierte also eine hochgerüstete Wach- und Schiess Schliessgesellschafft, rund um die Uhr, ums Haus und jeder Besucher musste durch den eigens angemieteten Ganzkörperscanner. Seit dieser Zeit habe ich allerdings auch Ruhe vor hausierenden Mitbürgern, die mich zu einem besseren Glauben bekehren oder mich zu irgendwelchen Spenden an einen dubiosen »Pater Noster« überreden wollen.

Sollte Ihnen jetzt plötzlich einfallen, mich besuchen zu wollen - vergessen Sie's. Die Monoblöcke stehen längst wieder beim Besitzer und die Adresse gebe ich nicht 'raus. Auch die Androhung von Folter (zwei Stunden Musikantenstadl, ein Hansi Hinterseer Konzert oder was Ihnen sonst noch so an Gemeinheiten für einen passionierten Alt-Rock'n'Roller einfällt) würde nichts nutzen - seit der roten Pille bin ich graduierter Demenz-Aspirant. No way.

Ernsthaft. Warum also standen die 300B's hier? »Nach über 18 Jahren«, meinte der Besitzer, »ist es doch mal an der Zeit, dass die beiden Verstärker mal einen Gesundheitscheck durchlaufen. Ausserdem brummt ein Monoblock leicht.«

Alarm!
Brumm? Ja doch. Und sogar Trafobrumm! Au Weia. Wenn »plötzlich« ein Trafo brummt, bedeutet das nichts Gutes und in Anbetracht der dicken schwarzen Pötte beschlich mich auch ein ungutes Gefühl - was sich, das sei vorweg genommen, aber als unbegründet herausstellte, zumal der Besitzer glaubhaft versicherte, auch über den brummenden Verstärker Musik hören zu können - obwohl sich der Brumm bis in die breitbandigen Lautsprechermembrane durchschlägt.
Nochmals Alarm!
Trafobrumm der sich bis in die Lautsprecher durchschlägt? Oha…

Hören wir mal den Röhren zu: Ja, soweit stimmt die Beschreibung - der Trafo brummt und der Brumm aus den Lautsprechern ist auch da, allerdings etwas eigenartig… Das ist kein richtiger 50Hz- oder 100Hz-Brumm! Der Klang dieser Verstärker ist… Französisch vornehm umschrieben trifft »blasé« es ziemlich gut. Proletarier würden es als »Arschlangweilig« bezeichnen und damit den (zweifelhaften) schlechten Ruf der 300B manifestieren.



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Letzte Aktualisierung am 11.12.2010 - 10:52
 
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