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01.12.2008. - 17:38

Dynavox Verstärker-Tuning


Katzengold: Röhrenverstärker zum Ramschpreis (1)

04.01.2007


Dynavox VR70 Röhrenverstärker

»Es ist nicht alles Gold, was glänzt«, sagt schon ein altes Sprichwort. Auch so machens Katzengold wird mit mehr oder weniger viel Aufwand in die Nähe des Edelmetalls gerückt - auf das sich ein Dummer findet der glaubt einen Goldschatz gehoben zu haben. Aber Katzengold bleibt Katzengold ist Katzengold. Und damit auch ziemlich wertlos. Egal wie verführerisch die Werbung auch gewesen sein mag. Egal wie verführerisch es glitzert.

Es ist fast ein Ritual geworden: regelmässig wird der Markt mit billigen Röhrenverstärkern aus chinesischer Produktion überschwemmt. Damit das aber nicht so auffällt, wird ein und derselbe Verstärker unter verschiedenen Brands (Markennamen) höchst effektiv vermarktet.

Doch wer glaubt, er erhält hier für den Gegenwert von knapp 400 Euro einen HighEnd- Verstärker, der irrt (lt. Information eines Vertrieblers sind diese verstärker auch gar nicht dazu gedacht gewesen, in direkter Konkurrenz zu HighEnd-Verstärker zu treten).

Diesmal ist es der Name Dynavox der für eine Kopie des Dynakit ST70 (oder MK-II oder VR70) herhalten muss. Doch egal unter welchem mehr oder minder wohlklingenden Namen diese Verstärker angeboten werden, es ist und bleibt ein Dynakit. Und der China-Dynavox hat mit den altehrwürdigen Dynavox-Geräten oder gar Dynacord aus den USA nichts gemeinsam. Es ist wie mit dem Markennamen AEG: Wer glaubt, dass AEG HiFi-Geräte, Anrufbeantworter, Autoradios oder gar GPS-Systeme herstellt, der hat irgendwann und irgendwie etwas verpasst.

Um es vorweg zu nehmen: Ein Dynakit oder ein neuerer Dynavox-Röhrenverstärker sind eigentlich nur für Bastler zu gebrauchen, denn dieser Verstärker schreit geradezu nach einem Tuning (ganz im Stil der früheren Manta- und Sirocco-Tuningszene). Bis auf die brauchbaren Transformatoren ist alles an diesem Verstärker auf »Kosteneffizienz« ausgelegt (die neueren Verstärker die derzeit den Markt überschwemmen, protzen zwar mit HighEnd-Werten aber was soll man von einem Verstärker-Frequenzgang halten, der an dem »Muss-Eckpunkt«, 20Hz schon 30% Abfall aufweist?). Das heisst nun nichts anderes, dass man mit diesen Röhrenverstärkern zwar Musik hören kann, eine Offenbarung (so wie man es allgemein von neueren Röhrenverstärkern erwartet) sind sie aber nicht. Soll also heissen: wer HiFi oder gar HighEnd mit Röhren realisieren will, nicht löten kann und nicht über Experimentierwillen verfügt, soll (muss) die Finger von einem Dynaco (Dynavox oder wie auch immer) lassen.

Der Dynaco-Tuningtrend existiert bereits seit längerer Zeit in den USA. Und alles was in den USA hipp ist, kommt irgendwann nach Europa, sprich Deutschland (zurück). Oftmals unter einem angloamerikanischen Namen.

Dieser Artikel soll sich aber nicht mit Hardcore-Tuningmassnahmen beschäftigen, sondern mit zunächst sinnvollen Modifikationen, um zumindest damit das Bestmögliche aus dieser Schaltung herauszubekommen. Um aber nicht selber in die »Kosteneffizienz«- Falle zu tappen, sollte man mit einem zusätzlichen Kostenaufwand von etwa 150 Euro rechnen. Alles zusammengenommen ist das immer noch recht preisgünstig.

Doch ich will mal nicht zu streng sein: für den monetären Gegenwert von etwa 400 Euro ist es das Beste, was man bekommen kann und klingt akzeptabel (so, jetzt ist es 'raus) - wenn man zufällig auch noch die passenden Lautsprecher besitzt die, ebenso rein zufällig, recht anspruchslose Voraussetzungen erfüllen was den Dämpfungsfaktor des Röhrenverstärkers und des Besitzers Hörvermögen betrifft. Ein vollkommen falsches Verhältnis stellt sich aber ein, wenn ein solcher Röhrenverstärker an dreimal so teuere Lautsprecher betrieben werden.





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Letzte Aktualisierung am 24.04.2007 - 09:17
 
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